Silbermedaille für die Kanuslalom Damen in Rio de Janeiro bei der Weltmeisterschaft

von links Lisa Fritsche-Ricarda Funk-Jasmin Schornberg holten WM Silber auf der Olympiastrecke in Rio de Janeiro bei den K 1 Damen Mannschaften (Foto: Rebekka Anton)
Rio de Janeiro (Brasilien): Deodoro | Bei den Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom in Rio de Janeiro hat das Damen-Kajak-Team des Deutschen Kanu-Verbandes zum Auftakt Silber in den Mannschaftswettbewerben gewonnen.

Die Herren im Einercanadier fahren knapp an Bronze vorbei.

Vize-Weltmeisterinnen wurden am Zuckerhut die Damen im Kajak-Einer. Die Titelverteidigerinnen mit Europameisterin Ricarda Funk (Bad Kreuznach), Jasmin Schornberg (Hamm) und Lisa Fritsche (Halle/S.) paddelten im Wildwasserstadion der Olympischen Spiele von 2016 die schnellste Zeit, kassierten aber zwei Strafsekunden und mussten darüber hinaus einen ungeplanten Positionswechsel vornehmen. Am Ende lag das deutsche Damentrio mit nur 75 Hundertsteln knapp hinter der Mannschaft aus Frankreich. Bronze ging an das britische Team. „Nach dem Positionswechsel von Rici und mir hatte ich noch kurz gedacht: ‚ob das noch reicht?‘ Dann war ich etwas irritiert, als im Ziel sogar Platz zwei stand. Aber umso mehr haben wir uns gefreut“, fand Jasmin Schornberg, die mit ihren Teamkolleginnen als Titelverteidigerinnen als letzte der 17 Mannschaften auf den Kurs musste. Lisa Fritsche zeigte sich zufrieden und schätzte mit Blick auf die starke Konkurrenz den Lauf insgesamt als gut ein, „auch wenn es zwischenzeitlich nicht ganz optimal war.“

Die Mannschaft der Einercanadier der Herren verlor am letzten Aufwärtstor die entscheidenden Zentimeter. Das Team mit Sideris Tasiadis (Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipzig) und dem gesundheitlich noch angeschlagenen Leipziger Franz Anton schrammte um 1,04 Sekunden nur knapp an Bronze vorbei. Dem Trio blieb bei einem sonst guten Lauf der undankbare vierte Platz. Gold ging an die Slowakei vor Slowenien und Großbritannien.

Bis zur Zwischenzeit, etwa Mitte der Strecke, lagen die deutschen Damen-Einercanadier mit rund fünf Sekunden Vorsprung in Führung. Durch einen Fahrfehler kam es dann aber am Aufwärtstor zehn zu einer „großen Wertung“, die dem Team 50 Strafsekunden einbrachte. Am Ende blieb Andrea Herzog, Lena Stöcklin (beide Leipzig) und Elena Apel (Augsburg) nur der enttäuschende neunte Platz.

Die Kajak-Herren-Mannschaft mit Sebastian Schubert (Hamm), Hannes Aigner (Augsburg) und Tim Maxeiner (Wiesbaden) paddelte beim Sieg des britischen Teams wie im Vorjahr auf den fünften Rang. Den Deutschen fehlten rund zwei Sekunden auf Bronze. Silber ging an Polen, Platz drei an die Titelverteidiger aus der Tschechei.

Die weiteren Entscheidungen um die Einzelmedaillen fallen in den Finals am kommenden Samstag und Sonntag. Dabei werden in diesem Jahr die Semifinalläufe jeweils am Vortag des Endlaufes und nicht wie sonst üblich am selben Tag ausgefahren.

Ergebnisse der Mannschaftswettbewerbe:
Damen Kajak:
1. France (FRA) 108,37 (0), 2. Germany (GER) 109,12 (2), 3. Great Britain (GBR) 109,36 (2),

Herren Einercanadier:
1. Slovakia (SVK) 99,67 (2), 2. Slovenia (SLO) 99,95 (2), 3. Great Britain (GBR) 100,07 (2), 4. Germany (GER) 101,11 (0)

Damen Einercanadier:
1. Great Britain (GBR) 115,78 (0), 2. Czech Republic (CZE) 117,34 (0), 3. France (FRA) 121,27 (2), … 9. Germany (GER) 173,76 (52)

Herren Kajak:
1. Great Britain (GBR) 92,45 (0), * 2. Czech Republic (CZE) 92,84 (0), 3. Poland (POL) 93,88 (0), … 5. Germany (GER) 95,96 (0)
Quelle DKV: Text: Thorsten Funk Fotografin: Rebekka Anton
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.