Wildwasserslalom: Auf dem Eiskanal haben Kanuten auch schon Olympia 2020 im Visier

von links Sideris Tasiadis, Ricarda Funk, Elena Apel, Hannes Aigner
Augsburg: Am Eiskanal | Wildwasserslalom: Auf dem Eiskanal haben Kanuten auch schon Olympia 2020 im Visier

Bei zwei Renntagen auf dem Augsburger Eiskanal entscheidet sich am kommenden Wochenende, 4. und 5. Mai, welche Kanuten den Deutschen Kanu Verband (DKV) 2019 bei internationalen Wettbewerben im Wildwasserslalom vertreten. Zudem werden dabei erstmals bereits die Weichen gestellt für die Auswahl der deutschen Kanuten für die olympischen Sommerspiele 2020 in Tokyo. Bei den ersten beiden Qualifikationsrennen am letzten Wochenende in Markkleeberg bei Leipzig haben sich Augsburger Kanuten gute Ausgangspositionen erpaddelt.
Bei einer Pressekonferenz von Kanu Schwaben Augsburg (KSA) im 34. Stock des Augsburger Hotelsturms erläuterte Kanuslalom-Bundestrainer Thomas Apel das neue Verfahren und seine Hintergründe. Erstmals wird der DKV seine Sportler für den olympischen Wildwasserslalom nicht erst wenige Monate vor den Spielen nominieren, sondern bereits ein dreiviertel Jahr vorher auswählen. Damit will man die vom internationalen Verband ICF bereits im Herbst 2019 und Winter 2020 eingeräumten Trainingsblöcke auf dem olympischen Wildwasserkurs in Japan nutzen, so Apel, und die deutschen Kanuten so möglichst optimal auf diesen Top-Wettbewerb vorbereiten.
Deshalb ist die Qualifikation für das Weltcup- und WM-Team 2019 des DKV bereits die erste Stufe der Qualifikation für Olympia 2020. In der Nationalmannschaft starten in jeder Wildwasser-Disziplin – Kajak Einer und Canadier Einer der Damen und der Herren – jeweils drei Kanuten. Wer dies sein wird, steht zum Abschluss der Rennen auf dem Eiskanal am Sonntagabend fest. Bei den olympischen Spielen kann in jeder Disziplin aber nur ein deutscher Starter antreten. Der oder die wird auf jeden Fall aus dem Nationalteam kommen – und muss sich durch sehr gute Platzierungen in mehreren Weltcup-Rennen dieser Saison qualifizieren. Diese Auswahl wird bei der Weltmeisterschaft in Spanien Ende September abgeschlossen.

Die anwesenden Top-Kanuten begrüßten bei der Pressekonferenz diesen Auswahl-Modus. Hannes Aigner (Augsburger Kajak Verein), der Weltmeister 2018 im Kajak Einer, sieht als Plus vor allem die dadurch verbesserte Vorbereitung auf Olympia. Ricarda Funk (KC Bad Kreuznach), im Kajak Einer 2018 Zweite der Weltcup-Gesamtwertung, und Elena Apel (Kanu Schwaben Augsburg), im vergangenen Jahr Deutsche Meisterin im Kajak Einer und im Canadier Einer Dritte der Europameisterschaft, stimmten beide zu. Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), der 2018 im Canadier Einer sowohl in der Weltcup-Gesamtwertung wie auch bei der Weltmeisterschaft auf den dritten Platz paddelte, kommentierte es markant: „Passt scho!“
Die 27-jährige Richarda Funk hat in der ersten Hälfte der Qualifikation mit deutlichem Vorsprung zu den Konkurrentinnen zweimal erste Plätze belegt. Im Canadier Einer lag die 20-jährige Elena Apel ebenfalls zweimal ganz vor. Im Kajak Einer, in dem sie ebenfalls startet, lief es mit den Plätzen elf und vier nicht ganz so gut.
Hannes Aigner und Sideris Tasiadis konnten die ersten beiden Rennen jeweils mit den Plätzen eins und zwei abschließen. Sie werden sich am Wochenende mit ihren Konkurrenten spannende Wettbewerbe um hundertstel Sekunden liefern – und hoffen dabei natürlich auf einen spürbaren Heimvorteil und die Unterstützung des Augsburger Publikums.
Die Vorläufe beginnen an beiden Tagen um 9 Uhr, die Finalläufe jeweils um 14.30 Uhr. Rund um den Eiskanal bietet das Team von Kanu Schwaben Augsburg am Wettkampf-Wochenende auch warme Speisen an. Der Eintritt ist frei.
Weitere Infos zu den DKV-Qualifikationsrennen in Augsburg sowie einen Link zu den LIVE-ERGEBNISSEN am 4. und 5. Mai finden Sie im Internet unter www.kanu-schwaben-augsburg.de, Quelle Hermann Schmidt
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