Auszubildender aus dem Hause Kipf & Sohn in den "Club der Besten" aufgenommen

Bürgermeister Fritz Hörner, Michael Wiebe, Ausbilder und Betriebsleiter Bernd Breuer, Jan-Luca Schmoll, Ralf Olsen, Oma Kipf, Berufsschullehrer Martin Pokorny und Inhaber Friedrich Kipf freuen sich über die Auszeichnungen. Weitere Fotos online in unserer Bildergalerie.
  Markt Berolzheim: Kipf & Sohn GmbH |

Aussichtsreiche Meisterwerke gibt es in der Firma Kipf & Sohn nun nicht mehr nur in der Produktion ihrer Fenster, Haustüren und Terrassendächer - auch die bundesweite Bestnote 1,4 ihres ehemaligen Lehrlings Jan-Luca Schmoll sorgte am vergangenen Dienstag für stolze Mienen.

"Wenn, dann gut"

So lautet das Motto des heute 21-Jährigen, der ursprünglich ja andere Pläne verfolgte: Abitur machen beispielsweise. Doch im Lauf der 11. Klasse merkte er, dass das wohl doch nicht seine Richtung ist. Und so beschritt er einen Weg, den sowohl Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. und im GKV zuständig für den Bereich Bildungspolitik und Berufsbildung, als auch Inhaber Friedrich Kipf befürworten: Dass es hervorragende Alternativen zum Hochschulstudium gibt. Und so wurde sein Abschluss nicht nur gut, sondern sogar der Beste deutschlandweit in der Fachrichtung Kunststofffenster.

"Schlaglichter setzen"

Aber nicht nur Jan-Luca Schmoll erhielt eine Auszeichnung: Da ein solch perfektes Ergebnis immer nur dann herauskommt, wenn alle drei Komponenten gut zusammenarbeiten, erhielten sowohl der Ausbildungsbetrieb als auch die Staatliche Berufsschule Rothenburg/Dinkelsbühl eine Urkunde. Letztere zählt zu den am meisten ausgezeichneten Berufsschulen in Deutschland.

Es gibt hervorragende Perspektiven im Handwerk

Nachwuchsförderung ist das A und O, um in Zeiten des demografischen Wandels eine solide Grundlage für Unternehmen und deren Zukunft zu sichern. Mit dem Förderpreis des GKV werden seit 2001 jährlich die zehn bundesbesten Absolventen der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ausgezeichnet. Mit dem Sonderpreis zum Förderpreis werden darüber hinaus ganz besondere Leistungen ausgezeichnet. "Der Preis ist eine Würdigung für die herausragende Leistung der Absolventen. Hier zeigt sich: Leistung in der Ausbildung zahlt sich aus. Mit der Verleihung des Sonderpreises zum GKV-Förderpreises möchten wir zudem den Beruf des Verfahrensmechanikers, insbesondere in der Fachrichtung Kunststofffenster noch bekannter machen, und ein Schlaglicht auf die hervorragenden Perspektiven einer Tätigkeit in der Kunststoffverarbeitung legen. Der Förderpreis hilft, dem Fachkräftemangel in der Kunststoff verarbeitenden Industrie entgegenzuwirken", erklärt Ralf Olsen.

Eine Aussage, die durch Veka-Gebietsverkaufsleiter Michael Wiebe noch verstärkt wurde, da wohl viele Hersteller nur mit angelernten Mitarbeitern arbeiten und somit natürlich auch die Qualität leitet. Auch er dankte der Firma Kipf für ihr Engagement und auch die Zeit, die sie in die Ausbildung investiert haben.

Eine Investition, die Friedrich Kipf sehr gerne getätigt hat. "Es ist etwas ganz Besonderes, solch einen Nachwuchs zu finden", so der Firmenchef und fügt hinzu, dass er natürlich auch versuchen wird, Jan-Luca ans Unternehmen zu binden, indem er ihm Perspektiven bietet. Und allem Anschein nach hat sich die Investition gelohnt: Zunächst wird Jan-Luca in die Arbeitsvorbereitung wechseln und ab September seine Techniker Ausbildung in Teilzeit beginnen, wofür er von der IHK ein Stipendium erhalten hat.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 64 Mrd. Euro und 323.000 Beschäftigten in knapp 3.000 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden in nahezu allen Lebensbereichen eingesetzt. (jf)
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