Das erste Sommerwochenende – Wasserwacht im Dauereinsatz

Die Wasserwacht warnt vor den Strömungen. (Foto: Wasserwacht Augsburg-Land)

Endlich war es so weit. Das wunderbare Wetter lud zu vielen Freizeitaktivitäten am Wochenende ein. Viele verbrachten ihre Zeit am, im oder auf dem Wasser. Die Wasserwacht war aufgrund von Unfällen stark gefragt.

Die Wachstationen an den Seen und in den Freibädern waren pünktlich besetzt. Die Badegäste blieben nicht aus. In den Bädern wurde ausgiebig gerutscht, geplanscht und geschwommen. Alle Wasserratten kamen hier auf ihre Kosten. An den Wachstationen gab es keine besonderen Vorkommnisse. Wie immer wurden einige Erste-Hilfe-Leistungen durchgeführt. Vom kleinen Pflaster bis hin zu Sportverletzungen und Insektenstichen wurden Personen versorgt. Die Wassertemperatur an den Binnengewässern lädt allerdings noch nicht zum Baden ein. Deshalb haben sich viele mit Booten, Stand-up-Paddels oder anderen aufblasbaren Wasserspielzeugen beholfen.

Jugendlicher noch immer vermisst

„Unsere Schnelleinsatzgruppen waren mehrmals zu Einsätzen alarmiert“, erzählt Martin Gschwilm, Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht Augsburg-Land. Oftmals mit fatalen Folgen. In Augsburg zum Beispiel konnte ein Jugendlicher nach einem Unfall im Lech bisher nicht aufgefunden werden. Desweiteren waren die Wasserretter bei gekenterten (Segel-)booten, Vermisstensuchen und Hilflosen Personen im Wasser.

Die Wasserwacht warnt

In den Seen und Flüssen herrscht Hochwasser.
Die Lage wird sich vermutlich in den nächsten Tagen nicht entspannen, weil aufgrund der Schneeschmelze in den Bergen weiterhin viel Wasser aus dieser Richtung kommt. Die Flüsse stellen hierbei eine besondere Gefahr dar. Sie haben teilweise sehr starke Strömungen.

„Es wird dringend darum gebeten, dass nur in freigegebenen Gewässern gebadet wird und die Flüsse gemieden werden. Wenn man unbedingt auf eigene Verantwortung als Schwimmer oder mit Booten in Flüsse gehen möchte, sollte man auf Rettungs- und Sicherheitssysteme wie zum Beispiel Schwimmwesten zurückgreifen. Dies gilt natürlich für Kinder und Erwachsene!“, appelliert Martin Gschwilm. Man sollte immer auch bedenken, dass man bei unüberlegten Handlungen oder Selbstüberschätzung nicht nur sich, sondern auch Andere in Gefahr bringen kann. Die notwendigen Rettungsaktionen sind oftmals durchaus anspruchsvoll und auch für die geübten Wasserretter nicht ohne Gefahr. Viele Unfälle könnten sowieso vermieden werden, wenn sich alle an die Einhaltung der gängigen Baderegeln halten würden, sagt die Wasserwacht. (pm)
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