Granatenfund in Bobingen

Ein Granatenfund hielt die Beamten der Polizeiinspektion Bobingen in Atem. (Foto: Foto: Heiko Kverling 123rf.com / Symbolbild)

Als die Beamten am Dienstag in der Polizeidienststelle Bobingen wie üblich ihren Dienst verrichteten, konnten sie nicht ahnen, welche Überraschung sie in dieser Schicht noch erwarten sollte.

Gegen 18 Uhr trieb ihnen der Finder einer Granate die Schweißperlen auf die Stirn. Der Grund hierfür war, dass er den explosiven Fund gleich mit zur Dienststelle gebracht hatte. Bauarbeiten im südlichen Landkreis hatten die Granate zutage gefördert, woraufhin der Finder sie gleich über 15 Kilometer per Firmentransporter zur Polizeiinspektion Bobingen brachte. Nachdem die Beamten den Sprengkörper schnell von der viel befahrenen Hauptstraße in einen Hinterhof gebracht hatten, verständigten sie Experten einer Spezialfirma, die in diesem Fall glücklicherweise Entwarnung geben konnten. Es handelte sich um eine Übungsgranate aus dem Ersten Weltkrieg, die sich äußerlich von einer "scharfen" Granate für Laien nicht unterscheiden lässt.  

Die Polizei Bobingen möchte aus diesem Anlass auf die korrekte Handhabung von Sprengstoff- und Munitionsfunden hinweisen: Im Falle eines Sprengstofffunds fordert die Polizei dazu auf über den Notruf die Polizei zu verständigen, die den Fundort weiträumig absperrt und Experten für die Entschärfung der Kampfmittel benachrichtigt. Auf keinen Fall sollen die gefundenen Sprengkörper bewegt werden, da sie auch nach Jahrzehnten noch bei jeder weiteren Bewegung zünden können.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.