Bewegungstag im Singoldpark

Einige der Mitglieder des Seniorenbeirats, der Übungsleiterinnen und der Besucher, die beim Bobinger Bewegungstag auf den Geräten des Bewegungsparcours im Singoldpark turnten.

Der erste Bobinger Bewegungstag fand bei strahlendem Wetter statt. Der Seniorenbeirat stellte Verpflegung und Getränke bereit, Dieter Elmer sorgte mit seiner mobilen Oldiediscothek für Musik und drei kompetente Übungsleiterinnen gaben den Besuchern Tipps für Übungen, mit denen sie an den Geräten des Bewegungsparcours ihre Muskeln dehnen und stärken können.


Das Gerät „Bewegliche Plattform“ sieht harmlos aus, fordert aber schon beim Versuch, so ruhig zu stehen, dass die Plattform nicht wackelt, die Tiefenmuskulatur des ganzen Körpers heraus, wie Erna Müller, Übungsleiterin beim TSV Oberottmarshausen, erklärte. Die Besucherin auf dem Gerät bestätigte dies sofort. Noch schwieriger wird es, wenn man dasselbe freihändig, auf einem Bein stehend oder auf Zehenspitzen versucht. Ähnlich bei dem auf einer Schiene laufenden „Pedalo“. Wer sich bemüht, die Bewegung nicht ruckartig, sondern langsam und gleichmäßig hinzubekommen, spürt die Wirkung auf Muskulatur und Kreislauf. „Generell rate ich älteren Menschen davon ab, Bewegungen schnell, ruckartig oder mit Schwung auszuführen, weil dabei die Risiken größer sind als bei langsamer Bewegung. Außerdem ist der Trainingseffekt geringer“, so Müller. Ebenfalls zu vermeiden sind nach ihrer Meinung Übungen, bei denen der Rücken nach hinten gebeugt wird. Deshalb sollte man sich auf dem großen, halbkreisförmigen Bogen nur auf den Bauch legen, wie auf der Erklärungstafel angegeben, nicht auf den Rücken. Legt man sich bäuchlings über den Bogen, wird zunächst die Rückenmuskulatur gedehnt. Hebt man dann den Oberkörper an, mit den Händen am Körper anliegend oder – anstrengender – nach vorne gestreckt, werden Rücken- und Bauchmuskeln gekräftigt. Wer schon längst keine Liegestützen mehr schafft, aber trotzdem seine Arme trainieren will, kann im Parcours auf dem Liegestützengerät seine Hände einen guten Meter über dem Boden auflegen, dann klappt es wieder. Auch Kniebeugen werden von dem Gerät unterstützt, wenn man sich mit den Armen ein wenig daran hochzieht.
Einige Geräte im Parcours kennt man aus der Turnhalle: Ringe, Reckstange und Sprossenwand. Die tief hängenden Ringe werden von Kindern gern genutzt, indem sie sich in die Ringe stellen und stehend schaukeln. „Senioren sollten besser die Füße auf dem Boden lassen“, so Müller, „die Ringe mit den Händen fassen, sich zurücklehnen und dann die Arme ausbreiten.“ Auch diese Übung trainiere praktisch den ganzen Körper. An der Sprossenwand zeigten die Übungsleiterinnen Claudia Spielberger und Ulrike Willutzki Übungen mit dem Tera-Band, das man an einer Sprosse befestigen und für Übungen zur Stärkung von Armen und Schultern nutzen kann. Wer es anspruchsvoller will, kann dabei auf einem Bein stehen. Das Trampolin in Bodenhöhe macht nicht nur Kindern Spaß, sondern auch Erwachsenen, wenn sie einfach etwas schwungvoll darüber gehen, vielleicht dabei noch die Füße betont von der Ferse zu den Zehen abrollen.
Manche Besucher bewiesen einen sehr guten Trainingsstand. Eine Dame konnte an den Sprossen hängend die gestreckten Beine in die Waagrechte heben, eine andere schaffte an der Reckstange ein paar Klimmzüge. Manche waren froh, heil über den Schwebebalken zu kommen, während eine Dame freihändig auf dem Drahtseil balancierte. Manche nutzten den sonnigen Tag im Park nur für Gespräche, vor allem diejenigen mit Rollstuhl oder Rollator. „Das ist doch auch schön!“ sagte Eva-Maria Pettinger, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, im Gespräch. Der Seniorenbeirat hatte Tische und Bänke und ein Verpflegungszelt aufgebaut. Zur Feier des Stadtjubiläums hatte Dieter Elmer aus seiner Sammlung von tausenden von Schallplatten ausschließlich Pop, Rock und Schlager aus den Hitlisten von 1969 mitgebracht. Am Ende waren alle Leberkässemmeln aufgegessen, die Obst- und Getränkevorräte fast leer und alle Besucher zufrieden, egal ob sie geturnt hatten oder nicht.
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