Bobinger Kulturpreis: Ehrung für die Kolpingsfamilie

Bei der Verleihung des Kulturpreises v.l.n.r.: Gemeindereferentin und geistliche Begleitung der Kolpingjugend Theresia Zettler, Fähnrich Johannes Treupel, 2. Vorsitzender Walter Fehle, 1. Vorsitzender Josef Bühler, Bürgermeister Bernd Müller, Präses Pfarrer Thomas Rauch, die Jugendleiter Sebastian Grußler und Anna-Sophia Hornig sowie hinter den beiden Daniel Hitzelberger.

Beim Sommerempfang der Stadt Bobingen wurde der diesjährige Kulturpreis verliehen.

Für die musikalische Umrahmung des Sommerempfangs sorgen alljährlich Musikgruppen aus Bobingen. Diesmal heizte die Rockband „eRrs’t fuNk“ unter der Leitung von Tobias Burann-Drixler den geladenen Gästen im Schlösschenpark mit Titeln wie „Oh Yeah“ oder „Dubai Blues“ von der Band „Chickenfoot“ ein. Schon nach der Eröffnungsnummer gab es Begeisterungsrufe. Dann begrüßte Bürgermeister Bernd Müller die Anwesenden, darunter die Geistlichen der Stadt, Mitglieder des Stadtrats, Bürgermeister der Nachbarorte und viele, die in Verbänden und Vereinen engagiert sind. Und natürlich Mitglieder der Kolpingsfamilie.
„Die Entscheidung des Stadtrats für die Verleihung des Kulturpreises 2019 an die Kolpingsfamilie war einstimmig“, berichtete Müller. Er erläuterte, dass die Stadt den mit 1500 Euro dotierten Preis seit dem Jahr 2000 an Personen vergibt, die das kulturelle Leben der Stadt besonders bereichern und damit zum positiven Ansehen der Stadt beitragen. In erster Linie soll es nicht um eine materielle Förderung der Preisträger gehen, sondern um Anerkennung und die Erhöhung der Bekanntheit der Geförderten, aber auch der Stadt. Die Preisträger sollen ermutigt und unterstützt werden, denn mit ihrer Initiative, ihren Ideen und ihrer Arbeit prägen sie das kulturelle Klima in der Kommune und der Region. Die Satzung für die Preisvergabe nenne verschiedene Kultursparten wie Musik, Kunst oder Theater, sowie „Heimatpflege und Soziokultur“, so Müller weiter. Mit diesem Begriff sei das Engagement für das Ziel, das Lebensumfeld positiv zu gestalten, gemeint. Was dies konkret bedeute, könne man beispielhaft am Wirken der Kolpingsfamilie erkennen. Hier arbeiten Generationen Hand in Hand in der Jugend- und Familienarbeit. Es werden Ausflüge, Freizeitfahrten und Feiern angeboten. In diesem Jahr wurde das Maifest auf dem Rathausplatz veranstaltet und ein Maibaum aufgestellt. Die mehrtägige Kolping-Party „Tschambolaya“ habe bereits Kultstatus gewonnen, so Müller. Das Nikolausteam besucht in jedem Jahr viele Kinder, in der 72-Stunden-Aktion spenden Jugendliche Arbeitsstunden für ein soziales Projekt. In diesem Jahr wurde im Besuchergarten des Krankenhauses Bobingen eine Blumenwiese angelegt und ein großes Insektenhotel gebaut. Während des Ansturms von Flüchtlingen im Jahr 2015 bildete die Kolpingsfamilie einen Arbeitskreis Asyl, der bis heute die Geflüchteten unterstützt und ihnen die Integration erleichtert. „Wir verneigen uns vor dieser kulturellen Leistung und hoffen, dass der Preis dazu beflügelt, weiter für die Kultur zu leben“, schloss Müller.

"Eine Riesenehre"

Für die über 700 Mitglieder der Kolpingsfamilie sprach zunächst ihr Vorsitzender Josef Bühler: „Die Nachricht von der Preisverleihung kam für uns sehr überraschend“, sagte er und nannte die Auszeichnung „eine Riesenehre“. Großen Applaus erhielt er, als er ankündigte, das Preisgeld werde für die Jugendarbeit verwendet werden. Präses, also Vorsitzender des Vorstands, ist Pfarrer Thomas Rauch. Er las ein Zitat von Adolf Kolping: „Es ist keine Zeit zu feiern, zuzuschauen, gewähren zu lassen, bloß zu jammern, zu klagen, sondern es ist Zeit zu handeln, Zeit zu wirken, und zwar für jeden ohne Unterschied, wie es ihm nach Maßgabe seiner Kräfte und Mittel nur möglich ist.“ Dieser Satz motiviere die Kolpingsfamilie auch heute noch. Er dankte für die Ehre, die der Kulturpreis bedeute.

Nachdem die Preis-Urkunde überreicht war, genossen die Gäste den sonnigen Spätnachmittag im Park des Unteren Schlösschens bei Häppchen, Getränken und mehr Musik von „eRrs’t fuNk“ mit Frontfrau Andrea Hahn.
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