Die gute Stube ist komplett

Den Anwohnern und Arbeitern dankte Bürgermeister Bernd Müller (3. von rechts). Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Bobingen freut sich über neue Ortsmitte

Peter Stöbich
Bobingen. Mit der Herbstsonne strahlte Bobingens Stadtoberhaupt gestern mittag um die Wette, als mit dem Ende des dritten Bauabschnitts der Ausbau der Hochstraße offiziell abgeschlossen wurde. Allen Anwohnern und Arbeitern dankte Bürgermeister Bernd Müller für ihre Kooperation und das Verständnis während der vier Monate dauernden Maßnahme. Vertreter der Regierung von Schwaben, der Stadtverwaltung und des Ratsgremiums sowie der beteiligten Firmen waren gekommen, um gemeinsam das gelungene Werk zu feiern.
Auch auswärtige Besucher, die vom neuen Café aus die Einweihung verfolgten, waren voll des Lobes über Bobingens gute Stube: "So eine schöne Ortsmitte zum Flanieren hätten wir auch gern", stellte Ludwig Widmann aus Kissing bewundernd fest. Vor drei Jahren hatte der Stadtrat den Planungsbeschluß gefasst, vergangenen April wurden schließlich die Bauleistungen vergeben und dann von Mai bis September die Arbeiten durchgeführt.
"Vieles davon sieht man gar nicht, weil unterirdisch die Erdgas-, Strom- und Telekommunikations-Leitungen erweitert und erneuert wurden", berichtet Tiefbauamtsleiter Roman Schröter. Trotzdem gibt es auch über der Erde viel Neues zu sehen wie zum Beispiel ein Dutzend LED-Stelenleuchten, die verschwenkte Fahrbahn mit Farbasphalt oder die privat entstandenen Gebäude.
"Hier haben wir jetzt alles, was man zum Leben braucht", sagte der evangelische Pfarrer Peter Lukas. Zwischen Kirche und Kreisverkehr gibt es entlang der Hochstraße Bank und Buchladen, Apotheke und drei Cafés, eine Musikwerkstatt sowie neue Wohnungen. "In manchen Gegenden wären die Menschen froh, wenn sie überhaupt eine Straße hätten", so Lukas.
Vom ehemaligen Kirchbräu, in dem der Bürgermeister gern die Stadtbücherei untergebracht hätte, bis zum Kirchplatz ist der dritte Bauabschnitt etwa 150 Meter lang. Neben den privaten Investitionen haben die öffentlichen Flächen rund 927.000 Euro gekostet; Zuschüsse bekommt Bobingen im Rahmen des Programms "Soziale Stadt". In der 6,50 Meter breiten Straße gilt Tempo 30 und durch ihre Abstufung hofft der Bürgermeister, daß sich der Verkehr künftig mehr auf die Umfahrung verlagern wird.
"Die Baumpflanzungen sollen kommenden Monat erfolgen und Kanäle mit Hausanschlüssen werden demnächst noch saniert", sagt Roman Schröter. Dann ist Bobingens gute Stube komplett und wird bald im vorweihnachtlichen Glanz erstrahlen.
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