Freibad öffnet an Pfingsten

Betriebsleiter Andreas Jasinski hält das Bobinger Hallenbad am Laufen. Es ist noch bis einschließlich 18. Mai geöffnet. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Nahtloser Übergang von der Hallenbadsaison

Peter Stöbich
Bobingen. Wenn das Wetter mitspielt, können Schwimmer in Bobingen ab Pfingsten wieder ihre Bahnen unter freiem Himmel ziehen. Denn am Samstag, 19. Mai, soll das Freigelände im "Aquamarin" geöffnet werden, kündigt Stadtwerke-Chef Bernhard Langert an. Die Hallensaison wird deshalb aber nicht verkürzt, vielmehr ist ein nahtloser Übergang geplant mit dem 18. Mai als letztem Öffnungstag im Hallenbad. Die Freibadsaison wird dann wieder bis zum Ende der Sommerferien dauern. "Falls das Wetter an Pfingsten aber noch zu kalt fürs Freie ist, lassen wir das Hallenbad einige Tage länger in Betrieb", sagt Langert.
Betriebsleiter Andreas Jasinski braucht große Flexibilität und viel Improvisationstalent im Umgang mit der veralteten Technik im "Aquamarin", denn Ersatzteile sind nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr zu bekommen. Massive Betonschäden im Untergeschoß des Hallenbades haben nach jahrelangen Debatten dazu geführt, dass der Stadtrat 2017 den Neubau eines Ganzjahresbades beschlossen hatte; bis zur Fertigstellung dürften freilich noch mehrere Jahre ins Land gehen. Mit dem vorläufigen Raumprogramm beschäftigt sich derzeit das Ingenieurbüro Krieger aus Koblenz; die detaillierte Planung soll aufzeigen, wie teuer die Ideen und Vorschläge der Stadträte sind und was sie sich für die Millionen überhaupt leisten können. Christian Kuhn, Geschäftsführer der deutschen Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft aus Herne, beziffert die geschätzten Neubaukosten auf 16,7 Millionen Euro. In diesem Betrag ist auch ein sogenanntes Cabrio-Dach enthalten, das bei gutem Wetter wie in der Erdinger Therme geöffnet werden kann.
Viel Geld, zu dem noch die jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten für das neue Bad kommen. Laut Kuhn muss Bobingen mit einer dreijährigen Planungs- und Bauphase rechnen. Den Start der Arbeiten schlägt die Verwaltung für März 2020 vor, damit für die Wintersaison 2019/20 größtenteils noch das Hallenbad zur Verfügung steht.
Das ursprüngliche Konzept sah vor, dass das 50-Meter-Freibecken aufgelöst wird; stattdessen sollte es im neuen Hallenbad ein 25-Meter-Sportbecken mit sechs Bahnen geben, außerdem ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden. Massive Proteste aus der Bevölkerung haben aber dazu geführt, dass die Ratsmitglieder über den Erhalt des grossen Beckens noch einmal diskutieren wollen. Eine endgültige Entscheidung über den Neubau sollte laut Bürgermeister Bernd Müller möglichst noch vor der Sommerpause fallen.
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