Grüne wollen Tempo verringern

Das zulässige Tempo von 70 km/h stößt bei den Grünen auf Kritik.
Bobingen : Bobingen | Neue Beschilderung stößt auf Unverständnis
Peter Stöbich

Bobingen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h am südlichen Rand der Bobinger Siedlung stößt bei Alf Leber, dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden der Grünen, auf Kritik und Unverständnis. Vor kurzem waren an der Straßberger Straße, wo bisher nur 60 km/h erlaubt waren, neue Schilder mit der höheren Geschwindigkeit aufgestellt worden. "Das paßt nicht in die heutige Zeit, wo der Trend doch eher zu Temporeduzierungen aufgrund von Sicherheits- und Lärmschutzverbesserungen geht“, stellt Leber fest. Er fragte bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises nach, deren Leiter Werner Reschke von einer "Harmonisierung der Beschilderung vor Knotenpunkten" spricht.
„Dies trägt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei, weil die Autofahrer an Knotenpunkten immer mit der gleichen Beschilderung konfrontiert werden“ so Reschkes Begründung für Tempo 70. Diese Geschwindigkeit sei mit der Polizei, Stadt Bobingen und Tiefbauverwaltung einvernehmlich festgelegt worden.
Die Bobinger Grünen wollen sich dafür einsetzen, dass das Tempo wieder reduziert wird, sagt Leber: "Die Kreuzung Straßberger Straße mit der Winter- / Waldstraße als Knotenpunkt zu bezeichnen, das ist für die miserabel geplante und immer wieder provisorisch geänderte Kreuzung nicht nachvollziehbar!" Sie sei für Autofahrer gefährlich, weil ein tangentiales Abbiegen wegen Versatz der Einmündungen nicht möglich ist, und eine große Gefahr vor allem für querende Radfahrer und Fußgänger . Auch am Ortsschild Straßberg müssen Radfahrer und Fußgänger die Straße queren, weil der einseitige Radweg endet. Auch hier steige die Gefahr für die querenden Radler, so Leber.
Die Straßberger Straße wird von einem Lärmschutzwall zur Bebauung der Siedlung begrenzt, der circa einen Meter über Straßenniveau endet. „Da ein Lärmschutz durch diesen niedrigen Wall überhaupt nicht gegeben ist, haben die Anwohner in Eigeninitiative mit Holzwänden eine Verbesseurng versucht.“ Auch deshalb sei eine Geschwindigkeitserhöhung hier völlig kontraproduktiv. „Wenn man bedenkt, dass der Königsbrunner Stadtrat an seiner Westumgehung die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h verringert hat, obwohl es dort einen drei Meter hohen Lärmschutzwall gibt, dann wirkt diese Maßnahme völlig aus der Zeit gefallen“. Auch eine Harmonisierung der Beschilderung sei nicht nachvollziehbar, weil am östlichen Rand der Siedlung weiterhin Tempo 60 zulässig ist.
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