Jetzt Anmeldezeitraum in den Kindertagesstätten

Der evangelische Kindergarten Bobingen. Foto: Blauert

Wer möchte, dass sein Kind ab dem nächsten September in einer Kindertagesstätte betreut wird, muss sich Ende Januar oder Anfang Februar auf den Weg machen, um sein Kind in einer Einrichtung anzumelden. Kindertagesstätte ist der Überbegriff für alle Betreuungseinrichtungen vom Kleinkindalter bis zur 6. Klasse. Kinder unter drei Jahren werden in eine „Kinderkrippe“ gebracht, von drei Jahren bis zum Schuleintritt wird ein „Kindergarten“ besucht, Schulkinder können nach Unterrichtsende einen „Kinderhort“ besuchen.

Die Preise sind in allen Bobinger Kindergärten gleich, momentan 92 Euro monatlich für einen Halbtagsplatz von bis zu fünf Stunden, jede weitere Stunde kostet 3 Euro. Jedes Haus ist an bestimmten Tagen geschlossen, bis zu 30 Werktage pro Jahr sind zulässig. Die verschiedenen Einrichtungen öffnen um 7:00 oder 7:30 Uhr, Schluss ist zwischen 15:30 und 17:30. In jeder Kindertagesstätte werden Kinder aller Konfessionen und aus jedem Ortsteil aufgenommen. In jeder Einrichtung wird gespielt, gemalt, gebastelt, getobt, musiziert und erzählt.
Doch es gibt auch Unterschiede, die bei der Entscheidung für eine Einrichtung eine wichtige Rolle spielen können: Soll der Weg zur Kita möglichst kurz sein? Brauche ich einen Platz für den ganzen oder einen halben Tag? Soll im Kindergarten ein Frühstück angeboten werden, ein Mittagessen, Getränke? Soll das Kind einen Mittagsschlaf halten können? Ist es mir wichtig, dass mein Kind an eine bestimmte Religion herangeführt wird? Wünsche ich mir für mein Kind viel Bewegung an frischer Luft in einem Waldkindergarten? Suche ich eine integrative Einrichtung, in der behinderte Kinder in den Gruppenalltag einbezogen werden?

Welche Einrichtung für mein Kind?

Die Auswahl ist inzwischen groß, insbesondere für Kinder ab drei Jahren: Im Hauptort gibt es den konfessionslosen Kindergarten des Vereins Regenbogen in der Greifstr.32 (Tag der offenen Tür am 01.02. am Nachmittag), den großen Evangelischen Kindergarten an der Regensburger Allee (Terminvereinbarung zur Anmeldung am 14. und 15. Januar vormittags) mit einer kleinen Nebenstelle in der Singoldhalle (am 16. Januar nachmittags), die katholischen Einrichtungen Arche Noah in der Greifstr.24 (Anmeldung von 28. 01. bis 31.01. nachmittags und am 01.02. am Vormittag), St. Christophorus in der Pestalozzistr.6 (Anmeldung von 28.01. bis 01.02. vormittags) und St. Felizitas in der Sudetenstr.9 (Anmeldung am 05.02. Nachmittag, am 06.02. Vormittag). In der Siedlung das Katholische Integrative Haus für Kinder Zur Heiligen Familie (Anmeldung von 28.01. bis 30.01. nachmittags) und den Waldwichtel Kindergarten der AWO (Anmeldung an verschiedenen Nachmittagen zwischen 21.01. und 31.01.). Für die Kinder aus den Ortsteilen steht eine Busverbindung in die Siedlung zur Verfügung.
Eine Kinderkrippe bieten die Nebenstelle des Evangelischen Kindergartens, das Regenbogen-Kinderhaus, St. Felizitas und die Heilige Familie. Einen Hort gibt es in St. Christophorus und in der Heiligen Familie, hier sogar mit Ferienbetreuung. Integrative Gruppen gibt es in der Arche Noah, in St. Felizitas und in der Heiligen Familie. Viel Zeit im Wald verbringen die Kinder der Waldgruppe des Regenbogen-Kinderhauses, die sich am SSV-Parkplatz in der Siedlung trifft, und im Waldwichtel Kindergarten.

Entscheidend ist das Alter des Kindes 

Ob ein Kind einen Kindergartenplatz bekommt, hängt nicht vom Zeitpunkt der Anmeldung ab, sondern vom Alter des Kindes. Die Vorgehensweise, wie die angemeldeten Kinder auf die Einrichtungen verteilt werden, schildert Claudia Lautenbacher, die Leiterin des Evangelischen Kindergartens, so: „Nach dem Ende der Anmeldezeit setzen sich die Leiterinnen aller Kindergärten am Ort zusammen. Wir sortieren die Anmeldungen nach dem Alter der Kinder und gehen eines nach dem anderen durch, das Älteste zuerst. Das Alter ist das einzige Kriterium für die Platzvergabe. Wir versuchen, die Kinder dort unterzubringen, wo das Kind angemeldet wurde, aber angesichts der Knappheit der Plätze ist das leider nicht immer möglich. Deshalb kann es sogar vorkommen, dass Geschwister in verschiedene Kindergärten gebracht werden müssen.“
Die Kinder werden keinen gemeinsamen ersten Kindergartentag haben, da es den Betreuerinnen wichtig ist, mit jedem einzelnen Kind am ersten Tag in Kontakt zu kommen. Deshalb wird der genaue Tag mit den Eltern abgesprochen. In der Eingewöhnungsphase bleibt manch ein Kind erst einmal nur eine Stunde, andere bleiben problemlos länger, je nach Naturell. Aufregend ist der Tag für alle Beteiligten. Wie Claudia Lautenbacher erzählt, gibt es auch Mütter, denen nach dem Abschied ein paar Tränen kommen.
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