Kinder stürmen Einsatzfahrzeuge

Viele Kinder wollten auf diesem Fahrzeug probesitzen.
 
Nachwuchs für die Wasserwacht?

Alle Bobinger Organisationen, die Blaulichter auf den Dächern ihrer Fahrzeuge haben, stellten sich beim „Blaulicht-Tag“ der Öffentlichkeit vor.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Bobingen konnten am vergangenen Sonntag von 10 bis 17 Uhr Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Bayerischem Rotem Kreuz (BRK), Wasserwacht und Polizei besichtigt werden. Zudem führten Feuerwehr und Rotes Kreuz gemeinsam Einsatzübungen vor und die Polizei zeigte in einer Schauübung, was ihre Spürhunde können. Vor allem Familien mit Kindern nutzten die Gelegenheit für einen interessanten Ausflug. Essen und Getränke gab es im Feuerwehrgerätehaus. Wo sonst Feuerwehrfahrzeuge parken, standen jetzt Tische und Bänke und die Stadtkapelle Bobingen spielte auf. In der Halle stehen die Spinde mit den Uniformen der Feuerwehr in langen Reihen, die kein Ende zu nehmen scheinen. Und tatsächlich hat die FFW rund 150 aktive Mitglieder. Für die Kinder hatte man sich einiges einfallen lassen. Sie durften Wasserschläuche auf eine Hausattrappe richten oder ihren Mut beim Löschen eines Brandes in einem Abfallbehälter erproben. Auch so ein kleines Feuer ist recht heiß und manche Kinder gaben früh auf, während andere im Schutz des Löschwassers bis zum Behälter gingen und den Wasserstrahl hinein richteten. Nur so kann ein solcher Brand ganz gelöscht werden, indem man auch Brandherde direkt hinter der Behälterwand löscht, wie ein Feuerwehrmitglied erläuterte.
An einem Info-Stand konnte man erfahren, welches Löschmittel für welche Art von Brandherd das richtige ist: Brennt Öl, sollte man Schaum nehmen. Brände von elektrischen Vorrichtungen werden mit Kohlendioxid gelöscht, ein Metallbrand mit Sand. Bei einem Gasbrand sollte die Gaszufuhr unterbrochen und nicht gelöscht werden wegen der Explosionsgefahr. Das Feuer geht aus, wenn das Gas verbrannt ist. Nach und nach wurde klar, weshalb die Grundausbildung der Feuerwehr zwei Jahre dauert, wie Zugführer Thomas Demmler im Gespräch erläuterte. Danach kann man sich in Spezial-Lehrgängen an der Staatlichen Feuerwehrschule weiterbilden.

PS-starke Fahrzeuge, kluge Tiere

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war mit fünf Fahrzeugen zum Blaulichttag in Bobingen gekommen und nahm in Kauf, dass es anschließend wohl eine Stunde dauern würde, bis die Fahrzeuge wieder einsatzbereit sein würden, nachdem viele Kinder und manche Eltern in ihnen herum geklettert waren. Erkundet werden konnte ein Einsatzleitfahrzeug, von dem aus größere Einsätze koordiniert werden. Außerdem ein Notarzt-Einsatz-Fahrzeug und ein Rettungswagen mit allem, was man für den Transport und die Erstversorgung eines Patienten benötigt. Wie Fabian Wamsler vom BRK Schwabmünchen den Besuchern erläuterte, ist ein Rettungswagen, der mit der Nummer 112 gerufen werden kann, mit Rettungssanitätern besetzt. Ein Notarzt wird bei Bedarf von den Sanitätern oder der Einsatzzentrale dazu gerufen. Weiter gab es zwei Fahrzeuge der „Sondereinsatzgruppe Behandlung“ zu sehen, einen Mannschafts-Transportwagen und einen „Gerätewagen Sanitätsdienst 25“. Die 25 bedeutet, dass der Wagen mit genug Material für die notfallmedizinische Versorgung von 25 verletzten Personen ausgestattet ist.
Die Wasserwacht hatte ein Wasserfahrzeug namens „Rescue Watercraft“ aufgestellt. Es hat 110 PS und kann mit bis zu 70 Stundenkilometern über das Wasser flitzen, wie Jugendleiter Fabian Koppel im Gespräch erläuterte. Gegenüber einem Boot hat es den Vorteil, dass es hinten keine Bordwand hat, über die man die Patienten ziehen müsste. Dadurch ist nur eine Person notwendig, um einen Menschen aus dem Wasser zu retten. An einem Info-Stand wurde die „Restube“ vorgeführt. Das ist eine selbstaufblasbare Sicherheits- und Rettungsboje, die jeder Bobinger Rettungsschwimmer zusammengefaltet am Gürtel trägt, auch bei Wachdiensten im Freibad. Im Notfall wird eine Reißleine gezogen und die Boje bläst sich selbsttätig auf. Darüber hinaus hatte die Wasserwacht eine Kletterwand mitgebracht, an der sich vor allem 8- bis 12-jährige Kinder eifrig versuchten.
Die Polizei war mit vierbeinigen Kollegen gekommen. Drei Diensthunde führten vor, was sie in der Hundeschule gelernt haben und mit ihren Hundeführern täglich trainieren. Die Zuschauer waren beeindruckt vom Können der Tiere, von ihrer Begeisterung für die Arbeit und von ihrer Ausgelassenheit und Freude beim Spielen und Toben mit ihren Hundeführern.
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