Königsbrunn: Gesamte Straßenbeleuchtung wird modernisiert

Bürgermeister Franz Feigl (Mitte) und Dr. Markus Litpher (rechts) in luftiger Höhe mit einer der neuen LED-Leuchten.

In einem Straßenzug nach dem anderen werden die Straßenleuchten auf LED-Technik umgerüstet. Die Arbeiten sollen im nächsten Frühjahr beendet sein.

Verglichen mit herkömmlichen Leuchtmitteln verbrauchen LED-Leuchten wesentlich weniger Energie. Das bedeutet, es fallen geringere Stromkosten an und es werden weniger Ressourcen verbraucht für die Erzeugung von Elektrizität. Dies hat wiederum zur Folge, dass weniger des Treibhausgases Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Durch die aktuelle Klimadiskussion bekommt der letzte Punkt derzeit besonders viel Aufmerksamkeit. Die Stadt Königsbrunn ersetzt schon seit Jahren defekte Leuchtmittel durch LED-Lampen. In der vergangenen Woche fiel nun der Startschuss für die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Bürgermeister Franz Feigl und Dr. Markus Litpher, Vorstandsmitglied der Lechwerke (LEW), assistierten bei der Montage der ersten neuen Leuchte im Zentrum, in luftiger Höhe im Korb einer Hubarbeitsbühne.
Geplant wurde die Umrüstung von der Energievision Franken GmbH, die technische Durchführung des Projekts liegt in den Händen der LEW Verteilnetz GmbH. „Es wurde ein Licht mit etwas gelber Farbe gewählt, das von Menschen als warm empfunden wird“, erläuterte Litpher. „Zudem ist diese Lichtfarbe für Insekten weniger verhängnisvoll als weißes Licht. Auf Insekten wurde auch dadurch Rücksicht genommen, dass kein Licht nach oben abgestrahlt wird, sondern ausschließlich nach unten, auf genau den Straßenabschnitt, der erhellt werden soll“, so Litpher weiter. „Ein Teil der Stromeinsparung kommt dadurch zustande, dass die neue Technik besser steuerbar ist. Am Abend, wenn die Umgebung noch relativ hell ist, wird das Licht heller sein als mitten in der Nacht. Diese Nachtabsenkung wird kaum jemandem auffallen, denn das menschliche Auge nimmt in beiden Fällen dieselbe Helligkeit wahr, weil es sich in der Nacht an die Dunkelheit anpasst.“

Energieeinsparung von über 70 Prozent

Die Kosten liegen bei fast einer Million Euro. Davon übernimmt gut 20 Prozent das Bundesumweltministerium aus den Mitteln für die „Nationale Klimaschutzinitiative“, mit der Maßnahmen zur Senkung des Treibhausgasausstoßes gefördert werden. Die Energieeinsparung von 70 bis 80 Prozent ist so hoch, dass sich die Investitionskosten in rund sieben Jahren amortisieren werden. „Langfristig wird die Stadt dank der neuen Beleuchtung Kosten sparen“, betonte Bürgermeister Franz Feigl. Harro von Dunker von der städtischen Energieberatung wies im Gespräch darauf hin, dass die neuen Leuchten wartungsarm und reparaturfreundlich seien. Darauf sei bei der Auswahl geachtet worden, da es für die langfristigen Instandhaltungskosten von Bedeutung sei, wie viel Zeit die Wartung und die Erneuerung von defekten Bauteilen in Anspruch nehmen.
Es sind insgesamt über 2600 Leuchten, die ausgetauscht werden, die Masten bleiben stehen. Es werden nicht im ganzen Stadtgebiet dieselben Leuchtenmodelle montiert. In Wohngebieten wird es Leuchten in Laternenform geben, für andere Flächen, wie etwa Durchgangsstraßen oder Parkplätze, wurde eine sehr schlichte Bauform gewählt. Die vorhandenen rund 150 besonders wertvollen und dekorativen Leuchten im Stadtzentrum bleiben erhalten, hier wird nur ein LED-Leuchtmittel eingesetzt. Begonnen wurde ganz im Norden der Stadt, danach geht es Straße für Straße weiter. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird im März 2020 gerechnet.
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