Mehr Betreuungsangebote für Schulkinder in Bobingen

Claudia Haßmann mit Bürgermeister Bernd Müller.
 
Leonie Seider (links) und Marion Schubert im Raum der langen Mittagsgruppe in der Laurentius-Grundschule.

Ab 2020 wird die Stadt Bobingen eine Betreuung von Schulkindern in den Ferien anbieten. Seit Anfang des Schuljahres gibt es eine Mittagsbetreuung für Grundschulkinder von Unterrichtsschluss bis 16 Uhr.

Bisher gibt es an jeder Bobinger Grundschule eine Mittagsbetreuung, in der die Kinder auf Wunsch von Schulschluss bis 14:00 Uhr betreut werden. Insgesamt werden in diesen Gruppen 170 Kinder betreut. In der Laurentiusschule sind es 60 Kinder in zwei sogenannten „Kurzgruppen“ bis 14 Uhr. Zu Beginn dieses Schuljahres ist eine „Langgruppe“ dazu gekommen, in der die Kinder von montags bis freitags jeweils bis 16 Uhr bleiben können. In dieser Gruppe sind 17 Kinder, die meisten davon in der ersten Klasse. Alle besuchen die Laurentiusschule. Die Stadtverwaltung hatte angeboten, Kinder von anderen Grundschulen mit einem Kleinbus zur Laurentiusschule zu fahren, an den anderen Schulen gab es jedoch keine Anmeldungen. Betreut werden die Kinder von Marion Schubert und Leonie Seider, die neu eingestellt wurden. Beide sagen übereinstimmend: „Die Kinder sind alle nett!“ Die Gruppe hat einen Raum in der Laurentiusschule zur Verfügung, zusätzlich können die Turnhalle, der Mehrzweckraum, der Musikraum und natürlich das Außengelände der Schule genutzt werden. Es wurde ein Budget für die Anschaffung von Spielsachen und Bastelmaterial zur Verfügung gestellt, Langeweile wird also eher nicht aufkommen.
Die ersten Kinder kommen um 11:30 Uhr und dürfen erst einmal spielen. Um circa 13 Uhr gehen Kinder und Betreuerinnen gemeinsam zum Mittagessen in die Mensa der Mittelschule. „Bis jetzt hat das Essen den Kindern immer geschmeckt und sie essen mit viel Appetit“, erzählen die beiden Betreuerinnen im Gespräch mit unserer Zeitung. Freitags ist die Mensa geschlossen und die Kinder müssen eine Brotzeit mitbringen. Für den Fall, dass ein Kind nichts dabei hat, haben die Betreuerinnen „eine Notration“ dabei, wie sie berichten. Etwa ab 14 Uhr werden Hausaufgaben gemacht, was selten länger als eine halbe Stunde dauert.

In jeder Ferienwoche ein Highlight 

Ab dem nächsten Jahr wird es zudem eine Kinderbetreuung in den Schulferien geben, erstmals in den Faschingsferien. Die Eltern sollten sich jetzt überlegen, in welchen Ferienzeiträumen im Jahr 2020 sie ihre Kinder betreuen lassen wollen, denn von Mitte November bis Mitte Dezember werden die Anmeldungen für die Ferien des ganzen nächsten Jahres im Rathaus entgegen genommen, wie Stadtkämmerer Alexander Ziegler im Gespräch erläuterte. Anmeldeformulare gibt es im Rathaus oder online zum Ausdrucken. In welchen Räumen die Ferienbetreuung stattfinden wird, ist von der Nachfrage abhängig. Die Kinder können ab 7:45 Uhr gebracht und bis 16 Uhr abgeholt werden. Sie können also genauso lang betreut werden wie außerhalb der Schulferien, was für viele Familien eine enorme Erleichterung bedeuten wird. Es wird ein Mittagessen geben, ob von einem Lieferanten oder aus einer der Schulmensen, ist noch nicht entschieden. Einen Teil der Kosten wird die Stadt tragen, der Beitrag der Eltern wird sich auf 85 Euro pro Woche für eine Betreuungszeit bis 14 Uhr belaufen. Wenn das Kind bis 16 Uhr bleiben soll, beträgt der Beitrag 100 Euro wöchentlich. In diesen Beträgen sind sämtliche Kosten enthalten, also auch für Ausflüge, Bastelmaterial, Mittagessen und Getränke, damit nicht immer wieder Geld eingesammelt werden muss.  

Für die pädagogische Leitung sowohl der Mittags- als auch der Ferienbetreuung wurde zum 1. Januar eine erfahrene Fachkraft eingestellt, die staatlich anerkannte Erzieherin Claudia Haßmann. Sie leitet augenblicklich zwei Kitas in Augsburg und ist froh, bald einen kürzeren Weg zur Arbeit zu haben, denn sie wohnt in den Stauden. In der vergangenen Woche stellte sie sich im Rathaus der Presse vor. Haßmann ist bereits seit 17 Jahren in der Ferienbetreuung tätig und hat eine klare Vorstellung vom Ziel dieser Tätigkeit: In den Ferien soll die Schule völlig vergessen werden. Die Kinder sollen aktiv sein und Erlebnisse sammeln, an die sie sich noch lange erinnern werden. In jeder Woche soll es ein „Highlight“ geben, wie sie es nennt. Nichts, was viel Geld kostet, sondern etwa Wanderungen, Fahrradausflüge, Erkundungen in der Natur und in der Stadt. Es könnte eine Führung mit den „jungen Stadtführern“, die an der Mittelschule ausgebildet werden, dabei sein oder Begegnungen mit älteren Menschen. Bei solchen Ausflügen können die Kinder in „Große“ und „Kleine“ unterteilt werden, ansonsten wird es altersgemischte Gruppen geben. Haßmann ist der Ansicht: „Kinder und Tiere gehören zusammen“, deshalb sollen Ausflüge zu Tieren oder Besuche von Tieren mit ihren Besitzern auf jeden Fall zum Programm gehören.
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