Naherholungsgebiet in Bobingen statt Hallenbadneubau?

(Foto: Pixabay.com)
Bobingen: Aquamarin | Ein Antrag der FBU Bobingen erweitert die Diskussion um die Zukunft des Aquamarin um eine Alternative: Anstelle des Neubaus soll ein Naherholungsgebiet mit Badesee entstehen, zwischen Bobingen Siedlung und der Point. Auslöser für den Antrag war die Tatsache, dass die voraussichtlichen Kosten für den Badneubau mittlerweile Dimensionen erreicht haben, die aus Sicht der FBU von der Stadt Bobingen nicht mehr zu stemmen sind.

Vor knapp zwei Jahren wurde im Rahmen von Untersuchungen festgestellt, dass sich die Lebensdauer des Bobinger Hallenbads dem Ende neigt. Es standen eine Sanierung oder ein Neubau zur Debatte. Der finanzielle Rahmen lag damals bei etwas über 8 Mio Euro. Da selbst diese Summe die angespannte Kassenlage der Stadt stark strapaziert hätte, brachte eine Initiative begeisterter Schwimmer das Projekt eines holländischen Architekten ins Gespräch, der bereits mehrere Bäder für 4,5 Mio Euro gebaut hat (Simply Swimming). Herwig Leiter erklärte Anfang 2017 für die CSU-Fraktion, dass diese von Neubaukosten in Höhe von etwa 10 Mio Euro ausgehe. Bereits im Januar 2017 entwickelte die FBU nach mehreren Bürgergesprächen ein Positionspapier, das vorsah, einen Badneubau finanziell tragbar umzusetzen. Die genannten Positionen und Anregungen finden Sie unter www.fbu-bobingen.de/positionspapier.

Seitdem sind sowohl die Kosten als auch die Ansprüche stark gestiegen. Auf der Kostenseite liegt die momentane Prognose bei etwa 16 Mio Euro, die Ansprüche an den Neubau gehen über Cabrio-Dach, Hubboden und Textilsauna bis zu Meersalzgrotte und Sole-Becken. Es darf davon ausgegangen werden, dass in Anbetracht steigender Baupreise eine Realisierung dieses Projektes nicht unter 20 Mio Euro möglich sein wird. Franz Handschuh (FBU): "Der Neubau eines Hallenbades wird meine Zustimmung erhalten, wenn eine seriöse Finanzierbarkeit gegeben ist."

Der Vorschlag der FBU, die Schaffung eines Naherholungsgebietes überprüfen zu lassen, würde nicht nur die Herstellungs- und Unterhaltskosten erheblich reduzieren, es wäre auch eine sehr breit gefächerte Nutzung, weit über den reinen Schwimmbetrieb hinaus, denkbar. Details zu diesem Konzept finden Sie unter www.fbu-bobingen.de.

Nun liegt es in den Händen der Stadträte, in der Sitzung am Dienstag, 24.07.2018 um 18.00 Uhr im Rathaus, zu entscheiden, ob Bobingen in den kommenden Jahrzehnten zwei Drittel seiner Finanzkraft ausschließlich einem Badneubau und -betrieb opfern möchte und damit zwangsläufig an Gestaltungsspielräumen in anderen Bereichen wie Kinderbetreuung, Straßensanierung oder Wasserversorgung verliert.
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