Rathaus länger geöffnet für Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Auf einer solchen Fläche leben unzählige Tier- und Pflanzenarten.
Bobingen. Der Bestand an Bienen und anderen Insekten ist in den letzten Jahren dramatisch zurück gegangen. Damit sich diese Entwicklung nicht fortsetzt, will das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ erreichen, dass in Bayern das wirksamste Naturschutzgesetz Deutschlands eingeführt wird. Das Gesetz soll unter anderem dafür sorgen, dass Natur- und Landschaftsschutzgebiete untereinander durch geschützte Korridore verbunden werden, damit Tiere gefahrlos von einem Biotop zum anderen gelangen können. Es sollen weniger Pestizide gespritzt werden, damit Bienen, Schmetterlinge, Vögel und andere Tierarten bessere Überlebenschancen haben. Überall entlang von Gewässern sollen Uferrandstreifen unbewirtschaftet bleiben. Es geht also nicht nur um Bienen, sondern um den Schutz des ganzen im Moment noch vorhandenen Reichtums an Tier- und Pflanzenarten.
Wenn sich zwischen Donnerstag, den 31. Januar, und Mittwoch, den 13. Februar, bayernweit zehn Prozent aller Wahlberechtigten in die Listen des Volksbegehrens eintragen, muss der Bayerische Landtag innerhalb von sechs Monaten entweder dem Text des Volksbegehrens zustimmen oder einen Volksentscheid anberaumen. Bei einem solchen Volksentscheid wird dann darüber abgestimmt, ob in Bayern ein strengeres Naturschutzgesetz eingeführt werden soll.
Wer sich in Bobingen eintragen will, geht zur Informationstheke im Eingangsbereich des Rathauses. Dort wird man weitergeleitet, entweder zum Bürgerbüro im Erdgeschoss oder, bei großem Andrang, in ein anderes Zimmer im Rathaus. Man muss seinen Ausweis mitbringen, denn es muss, wie bei jeder Wahl, gewährleistet sein, dass jeder und jede nur einmal abstimmt.
Für die zwei Wochen des Volksbegehrens wurden die Öffnungszeiten des Rathauses geändert: täglich von 7:30 bis 12:00 Uhr, von Montag bis Donnerstag von 13:00 bis 16:00 Uhr, am Donnerstag, den 7. Februar, von 13:00 bis 20:00 Uhr und am Samstag, den 9. Februar, von 10:00 bis 12:00 Uhr. Eine Briefwahl ist nicht möglich. Wer in diesem Zeitraum nicht an seinem Wohnort sein wird, kann bei der Stadt bis spätestens 10. Februar einen sogenannten „Eintragungsschein“ beantragen. Dieser erlaubt es, an einem anderen Ort zu unterschreiben oder einer Vertrauensperson eine Vollmacht zu erteilen.
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