Universitätsdozent Dr. Jens Soentgen spricht in Bobingen

Die größte Stickstoffmenge pro Quadratmeter wird nicht auf Getreide- oder Gemüsefeldern, sondern auf Golfplätzen ausgebracht.

Dr. Jens Soentgen ist sowohl Chemiker als auch Philosoph und leitet das Wissenschaftszentrum Umwelt an der Universität Augsburg.

Er forscht seit Langem zu Umweltthemen und hat mehrere Bücher über die nützlichen und die gefährlichen Wirkungen von chemischen Stoffen geschrieben. Auf Einladung von Bund Naturschutz und Weltladen erzählt er am 18. November um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche Bobingen von Entdeckung, Entwicklung, Nutzung, von Segen und Fluch des Stickstoffs. Der Titel des Vortrags lautet: „Geschichte des Stickstoffs. Vom Weizenproblem zur Überdüngung“. Der Eintritt ist frei.
Stickstoff kennen viele Kleingärtner und Liebhaber von Topfpflanzen als Hauptbestandteil des Düngers, den sie ihren Pflanzen in Form von Körnern oder Flüssigkeiten geben. Da auch die Landwirtschaft weltweit Stickstoff als Dünger verwendet, wird er in großindustriellem Maßstab hergestellt. Chemiefirmen wie BASF oder Bayer sind zu Großkonzernen geworden durch die Gewinnung von Stickstoff aus Luft. Dass Luft zum größten Teil aus Stickstoff besteht, haben viele einmal in der Schule gelernt und längst wieder vergessen. Wenn mehr Dünger ausgebracht wird als die Pflanzen aufnehmen können, gelangen Stickstoffverbindungen sowohl ins Grundwasser als auch in Flüsse und Seen und verursachen dort Probleme.
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