Die Zertifizierung allein ist nicht genug – Es müssen Taten folgen

Pressemitteilung zum Artikel „Bobingen erhält erneut Umweltpreis“ in der Schwabmüncher Allgemeinen am 08. November 2019:

Die Bobingen GRÜNEN mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Lukas Geirhos freuen sich über die zweite Verleihung des European Energy Awards an die Stadt Bobingen. Bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch noch ein großes Entwicklungspotential. „Dass auch die höchste Auszeichnung European Energy Award in Gold erreichbar ist, zeigen mehrere Kommunen im Allgäu. Die Klimaschutzziele müssen in Bobingen höher gesetzt werden und das vorhandene Potenzial zur Einsparung von Energie und CO2 konsequent umgesetzt werden.“ erklärte Ortssprecher Kurt Ziegelmaier.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wieso der Stadtrat trotz der von SPD-Bürgermeister Müller in Anspruch genommenen Vorbildfunktion im südlichen Landkreis bei der Verabschiedung des neuen Energieleitbildes die Vorgaben der Bundesregierung lediglich übernommen hat. „Aus meiner Sicht erreicht man mit durchschnittlichen Zielen nur eins, nämlich Mittelmaß!“, findet Bürgermeisterkandidat Lukas Geirhos. Zum Hintergrund sollte man wissen, dass die CSU um Ministerpräsident Söder erst im September 2019 ihr Klimaschutzkonzept verabschiedete.

Der Energy Award bescheinigt der Stadt Bobingen überlegene Kapazitäten und Fähigkeiten in Bezug auf eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik.(1) Im Kontrast dazu stehen folgende Zahlen aus den letzten 13 Jahren: Die jährliche Abnahme des Stromverbrauchs betrug 0,4% im Mittel für die Gebäude im städtischen Besitz, die CO2-Reduzierung 3% und der gemittelte Wasser-Mehrverbrauch von 1,1%, bei einem Vergleich der aktuellen Zahlen mit dem Bezugsjahr 2006.(2)

Die Bobinger GRÜNEN mit ihrer Stadträtin Monika Müller-Weigand fordern, dass das Budget des Energieteams mit 5.000 € auf mind. 20.000€ erhöht wird. So viel, wie selbst einige kleinere Gemeinden bis 5.000 Einwohner pro Jahr investieren. Damit sich auch berufstätige Bürger in Energieteam engagieren können, wäre es sinnvoll, wenn die Treffen des Energieteams nicht immer am frühen Nachmittag stattfinden würden. Wünschenswert wäre auch, dass das Budget der externen Klimaschutzmanagerin Frau Koenig-Hoffmann für ihren Einsatz für die Stadt Bobingen, von aktuell 13 Tagen pro Jahr wieder auf einen Tag pro Woche angehoben wird. Das Energieteam mit seinen engagierten Mitgliedern aus Ehrenamt und Verwaltung sowie ihre großartigen Ideen sollten mehr Gehör finden

(1) www.european-energy-award.org/who-is-taking-part/germany
(2) www.stadt-bobingen.de/Kommunales-Energiemanagement.n319.html
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