Familiendramen in Döpshofen und Diedorf

(Foto: Symbolbild lukassek 123rf.com)


Drei Gewaltverbrechen haben sich innerhalb von neun Wochen in Döpshofen und Diedorf zugetragen - drei blutige Familienzwiste ohne Tote.

Messer

Im jüngsten Fall ist ein 24-jähriger Sohn der Polizei zufolge am Freitagmorgen in Döpshofen kurz nach 2 Uhr mit einem Küchenmesser auf seinen im Wohnzimmer schlafenden 58-jährigen Vater losgegangen - sie wohnten im gleichen Haus. Nach dem ersten Messerstich in Richtung Oberkörper sei es dem völlig überraschten Opfer gelungen, weitere Messerstiche seines Sohnes abzuwehren und aus dem Einfamilienhaus zu fliehen. Der 58-Jährige erlitt leichte Stich- und Abwehrverletzungen, die vom hinzugerufenen Rettungsdienst ambulant behandelt werden konnten.

Der 24-jährige Sohn verblieb zunächst in der Wohnung und wurde dann von den alarmierten Polizeikräften unter Einsatz von Pfefferspray überwältigt und festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ordnete eine Blutentnahme beim Täter an, die Kripo Augsburg bearbeitet den Fall. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg ordnete den von der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragten Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in Vollzug an. Der 24-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Einzelheiten, insbesondere zum Motiv des Täters, werden von Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit nicht bekannt gegeben, da diese noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind.

Brecheisen

Dem Döpshofener Fall ging am Mittwoch ein Familiendrama in Diedorf voraus, bei dem laut Polizei ein 32-Jähriger nachts wegen versuchten Mordes festgenommen wurde. Er soll gegen 3.40 Uhr mit einem Brecheisen auf seinen schlafenden 70-jährigen Vater losgegangen sein und habe ihn anschließend massiv gewürgt.

Der Senior trug Kopfplatzwunden - wohl durch die Schläge mit dem Brecheisen verursacht - und entsprechende Verletzungen im Hals- und Kehlkopfbereich davon. Als die 96-jährige Großmutter ins Schlafzimmer kam und um Hilfe rief, habe der 32-Jährige von seinem Opfer abgelassen und flüchtete.

Nach kurzer Fahndung konnte er dann bei einer Kontaktadresse im Landkreis Aichach-Friedberg rund eine Stunde nach der Tat von der Polizei festgenommen werden. Die Kripo Augsburg habe die Ermittlungen noch in der Nacht aufgenommen. Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung sitzt der 32-Jährige nun in Untersuchungshaft.

Auch in diesem Fall, geben Polizei und Staatsanwaltschaft keine weiteren Details zum Motiv des Täters bekannt, da sie Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind. Der 70-jährige Vater wurde im Zentralklinikum Augsburg ärztlich versorgt.

Messer

Wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Diedorf sitzt derzeit ein 84-jähriger Vater in Untersuchungshaft. Er soll laut Polizei am Vatertag, 10. Mai, im Treppenhaus bei einem Streit seinen 58-jährigen Sohn niedergestochen haben. Die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich.

Die ihren Mann begleitende Schwiegertochter des Tatverdächtigen verständigte den Rettungsdienst. Die gleichfalls alarmierten Polizeibeamten konnten den Rentner vor Ort festnehmen. Der Verletzte wurde zur weiteren Versorgung ins Zentralklinikum Augsburg transportiert und behandelt. (Stefan Gruber)
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