Abkochgebot des Dinkelscherbener Trinkwassers ist vom Gesundheitsamt teilweise aufgehoben

Sauberes Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.

Gesundheitsamt lässt allerdings weiterhin das Trinkwasser chloren.

Die Oberschöneberger Gruppe muss wohl keine Trinkwasser mehr abkochen, so das Ergebnis einer  Nachfrage beim Landratsamt durch die Gemeinde Dinkelscherben. Die neue Leiterin der Behörde, Monika Kolbe, bestätigte per E-Mail: „Die durch Herrn Hygienekontrolleur Breitfelder am 9.7.2018 um 10.38 Uhr erfolgte mündliche Aufhebung der Abkochanordnung für den Versorgungsbereich der Oberschöneberger Gruppe wird hiermit in elektronischer Form bestätigt“. In der Dinkelscherbener-Gruppe muss demnach wohl weiterhin abgekocht werden.
Bürgermeister Edgar Kalb will  Facebook veröffentlichen, dass sobald der Gemeinde Dinkelscherben das amtliche Schreiben dazu vorliege, werde es auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Die Chlorung des Wassers bleibe bestehen.
Bürgermeister Kalb veröffentlichte am Dienstag die Rechnungen vom Labor für die bakteriologischen Untersuchungen des Trinkwassers von Mitte Mai bis Juni. Der Gemeinde sollen 13 500 Euro (netto) für mehr als 500 Proben in Rechnung gestellt werden. Dazu kämen etwa 200 Arbeitsstunden der Wasserwarte für Probennahmen und Lieferungen ins Labor. „Gebracht hat der ganze Aufwand am Ende leider gar nichts“, so Kalb, „trotz keimfreier Proben wurden die Abkoch- und Chlorungsanordnungen für Trinkwasserversorgungsbereiche erteilt.“
Allerdings spricht Edgar Kalb auch von „ökologischem Irrsinn“. Um die angeordnete Chlorkonzentraion im gesamten Wassernetz zu erreichen, sei es technisch notwendig, an bestimmten Stellen im Wassernetz dauerhaft zu spülen. Spülen bedeute aber Wasser laufen zu lassen. Dafür seien in Bereichen mit wenig Wasserentnahme (zum Beispiel Siefenwang, Schempach) spezielle Einrichtungen angebracht. Tag und Nacht laufe dort Trinkwasser mitsamt dem zugesetzten Chlor in den nächsten Gulli, lässt Kalb auf Facebook veröffentlichen. Laut dem Dinkelscherbener Wasserwart summiere sich das täglich durch Spülen verbrauchte Trinkwasser auf etwa 400 000 Liter. Die Menge reiche aus um innerhalb von drei Tagen das Dinkelscherbener Freibad zu füllen.
Kalb habe zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und des Finanz- und Arbeitsaufwands nun bei der Behörde beantragt, die Messstellen zu reduzieren und nur noch am Morgen zu kontrollieren.
Die Gemeinde klage immer noch gegen die Chlorung des Trinkwassers, da die Gemeinde die Maßnahme für überzogen hält, da seit Wochen keine coliforme Keimbelastung mehr nachgewiesen worden sei. (pm/leo)
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