Betriebsbesichtigung Rapunzel - im schönen Allgäu

  In Legau im schönen Allgäu befindet sich der Bioproduktehersteller Rapunzel. Was mit einer ökologischen "Spinnerei" begann, ist heute einer der führenden Biohersteller in Europa. Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen sind die Gründer des Unternehmens. Ihren ersten kleinen Naturkostladen gründeten sie 1975 in Augsburg, um dort selber gebackenes Brot und ökologisch angebautes Gemüse zu verkaufen. Heute beschäftigt das Unternehmen fast 400 Mitarbeiter und hat Handelsbeziehungen auf der ganzen Welt. 600 Produkte kann das Unternehmen sein Eigen nennen. Dabei wird besonders Wert auf regionale Zutaten, faire Handelsbedingungen und Zufriedenheit der Mitarbeiter vor Ort gelegt. Deshalb gibt es hier z.B. eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter. Im Ausland wird darauf geachtet, dass es keine Zwangsarbeit oder Kinderarbeit bei der Herstellung gibt. Durch die Hand in Hand Projekte wird den Menschen vor Ort Zugang zu Bildung und sanitären Anlagen gewährt. 

Als erstes durften wir uns bei einem leckeren Mittagessen von der Bioqualität überzeugen, von dem übrigens auch die Mitarbeiter profitieren. Fast ein bißchen neidisch waren wir, dass es in unseren Kantinen kein solch ein gutes Essen gibt. Im Rapunzelkino wurde uns die Firmenphilosophie und ein Überblick von Rapunzel verschafft. Anschließend ging es direkt in die gläserne Produktion. Viele Arbeitsplätze sind noch mit Menschen besetzt. Viele qualitativ hochwertige Öle werden in der Rapunzel Ölmühle im Allgäu gepreßt und mit Hilfe eines besonders schonenden Verfahrens abgefüllt. In eigenen Laboren wird die Qualität der Rohstoffe überprüft. Rapunzel-Bio-Qualität bedeutet: kontrolliert biologischer Anbau, soziale Kriterien, klassische Warenqualitätsparameter und Ressourcen schonender Einsatz. 

Steigt man auf den circa 20 Meter hohen Rapunzelturm, so lacht jedes Energiewendeherz vor Freude, denn überall auf den Dächern von Rapunzel kann man Photovoltaikanlagen sehen. Durch diese kann das Unternehmen über 70% seines Strombedarfs selber decken. Das spart Geld und entlastet das Stromnetz. Wer dazu mehr wissen möchte, der kann alles im Nachhaltigkeitsbericht nachlesen, den das Unternehmen offenlegt: https://www.rapunzel.de/epaper/nachhaltigkeitsberi...

Unser letzter Besichtigungspunkt war das Rapunzel-Museum. Dort gibt es viele Originalgegenstände wie den Brotbackofen, selbstbestickte Baumwolltäschchen, eine Badewanne, in der die ersten Müslies gemischt wurden und natürlich viele spannende Anekdoten. Zum Schluß durften wir viele Rapunzelleckereien, wie z.B. das beliebte Samba, eine leckere Haselnusscreme, verschiedene Trockenfrüchte, Öle und Brotaufstriche probieren.

Rapunzel hat uns heute gezeigt, dass unsere Verantwortung für eine ökologischere und sozialere Welt schon beim Einkaufen anfängt. Auch wenn diese Produkte teurer sind, so weiß man welche Qualität man auf seinem Teller hat und dass man auch die Menschen nicht vergißt, die hinter unseren Tellern stehen und diese Produkte für uns herstellen!
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