Das Kirchenkonzert der großen Meister - eine gelungene Premiere in Ellgau

Ellgau: St Ulrich | Anspruchsvolle, klassische und auch moderne Melodien aus verschiedenen Epochen erklangen beim Kirchenkonzert „Klang 2018“ des Musikvereins Ellgau. Die Kirche St. Ulrich wahr ein perfekter Rahmen, in dem die Kompositionen der großen Meister in besonderem Maß zur Geltung kamen. Gemeinsam mit dem Jugendorchester Via la Musica zeigte die Musikkapelle Ellgau unter der Leitung von Manfred Braun ihr ganzes Können und begeisterte die zahlreichen Gäste. Es war auch eine gelungene Premiere, denn beide Orchester spielten von Beginn an gemeinsam. Dies zeigt, auf welch hohem Niveau die Jugend bereits spielt und sich eine gute Jugendarbeit lohnt.
Nach der Begrüßung des ersten Vorsitzenden Georg Zwerger sowie Diakon Michael Ey übernahm die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Wagner-Engert das Mikrofon und führte mit meditativen Texten durch das Konzertprogramm. Sich eine Auszeit nehmen, das Handy abschalten, sich zurücklehnen und genießen, dies wünschte sie den erwartungsvollen Besuchern.
Mit Werken aus der Oper „Der Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart starteten die 60 Musiker den Konzertabend. Um die Stärken seines Orchesters deutlich herauszuarbeiten arrangierte der Dirigent Manfred Braun die Stücke selbst. Den Solopart übernahmen Katharina Müller, Lukas Weber sowie Simon und Reinhard Götzfried am Saxophon und Christine Schmid an der Querflöte.
Weiter ging es mit einem ersten Highlight. „Adagio“ aus der 3. Symphonie von Gustav Mahler. Der wunderbare Choral mit seinen langen Phrasen war eine echte Herausforderung für das Holzregister, was mit Bravour gemeistert wurde.
Machvolle Klänge, bemerkenswerte Harmonien aber auch romantische Passagen standen mit „Ecce sacerdos“ ein Meisterwerk von Josef Anton Bruckner auf dem Programm. Dieses Stück vermittelte einen gänzlich anderen Klangcharakter, doch das Orchester verstanden es gekonnt, die Zuhörer in diese Atmosphäre mitzunehmen. Dass die Musiker nicht nur hervorragend spielen sondern auch singen können, stellten sie bei diesem Stück unter Beweis.
Der pure Genuss war der Hymnus „Nimrod“ mit den wunderbaren Melodien vom englischen Komponisten Edward Elgar.
Modern ging es weiter mit „Halleluja“ von Leonard Cohen bekannt aus dem Film Shrek. Den Gesang übernahm Anika Müller vom Jugendorchester Viva la Musica.
Die Musiker und ihr Dirigent zeigten bei diesem Konzert, zu welch konzertanten Leistungen sie in der Lage sind und setzten mit dem „Ambrosianischen Lobgesang“ einer Urfassung von „Großer Gott wir loben dich“ einen grandiosen Schlusspunkt.
Das begeisterte Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen für das gelungene Konzert und entließ die Musiker erst nach einer Zugabe.
Der Erlös dieser Veranstaltung wird für die Jugendarbeit verwendet.
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