Der perfekte Mord oder doch nicht?

Die zur Schau gestellte Eintracht trügt: von links (vorne) Brigitte Karlinger, Brigitte Köbler, Marianne Koos und (hinten) Benni Wiest, Dirk Gerlach, Rupert Oechsle, Florian Auer, Stephan Fischer und Marion Kleber. Foto: Siegfried P. Rupprecht
 
Die Mimik der Verwandtschaft spricht für sich: (von links) Stephan Fischer, Marianne Koos, Rupert Oechsle, Brigitte Karlinger und Florian Auer.

Die Theaterfreunde Siegertshofen präsentieren die Komödie „Da kahle Krempling“ noch fünf Mal. Sie ist ein spannender Brückenschlag zwischen Sein und Schein.

Fischach-Siegertshofen Bei den aktuellen Aufführungen der Komödie „Da Kahle Krempling“ von Peter Landstorfer der Theaterfreunde Siegertshofen im Vereinsheim geht es um eine ungeduldige Erbengesellschaft. Doch die Erbtante erweist sich quicklebendig und lebenslustig. Kann man da beim Ableben nicht ein bisschen nachhelfen?
Zum Inhalt: Tante Pauline - eine für Brigitte Köbler prädestinierte Rolle - lädt zu ihrem 70. Geburtstag ihre Verwandtschaft ein. Da ist die von Marianne Koos köstlich gespielte Olga Fetzinger, die gerne ein paar Gläschen Cognac trinkt. Opernsänger Blasio Fortano träumt von der großen Karriere, an die die Anverwandten aber nicht glauben. Verkörpert wird er mit viel Bühnenpräsenz von Stephan Fischer. Er steht übrigens zum ersten Mal bei den Theaterfreunden auf der Bühne.
Fetzig gibt Rupert Oechsle den derben Hopfenbauern Lenz Feichtmeier, ganz im Gegensatz zur feinen Damen Brunhilde zu Löffelholz (Brigitte Karlinger). Otto Hasenfuß, gestenreich interpretiert von Florian Auer, mimt einen vermeintlichen General. Mit dabei sind noch Hausdiener Heinrich - von Benni Wiest mit Haltung und Raffinesse gespielt -, Maisonette (Marion Kleber zwischen Beflissenheit und Emotionalität) sowie Überraschungsgast Kriminalrat Findus Feigl, verkörpert vom charismatischen Dirk Gerlach
Bei diesem Treffen teilt Tante Paula mit, dass ihr Erbe gleichmäßig aufgeteilt werden soll. Der Haken dabei: Jeder Erbberechtigte muss ihr zu jedem Geburtstag als Zeichen der Wertschätzung ein Kuvert mit einem Geldbetrag überreichen. Im ersten Jahr nur 70 Goldmark. Danach verdoppelt sich die Summe allerdings jährlich bis ans Ende ihres Lebens.

Mörderischer Plan wird geschmiedet

Nur nach und nach realisiert die Verwandtschaft, welche Geldforderungen da auf sie zukommt. Das könne sehr, sehr teuer werden, meint der Hopfenbauer. Kann man die Lebenszeit der Tante nicht etwas verkürzen? Vorschläge werden unterbreitet und verworfen.
Da meldet sich der Hausdiener zu Wort. Gegen eine Erfolgsbeteiligung am Erbe würde er den perfekten Mord an der Tante auszuführen und ihr in das geliebte Schwammerlgulasch den kahlen Krempling - ein giftiger Pilz - beifügen. Schnell stimmt die Erbengemeinschaft zu.
Die Premiere hat gezeigt: In der Komödie menschelt es gewaltig. Sie ist gespickt mit hintergründigen Humor und der Darstellung von menschlichen Schwächen. Zudem bahnt sich eine Portion Spannung an, die schließlich in Wunschtraum und Wirklichkeit mündet.
„Da kahle Krempling“ weist originelle Charaktere auf und aufwendige Kostüme. Es agiert ein hervorragendes und mit viel Spielfreude ausgestattetes Ensemble. Weiter mit dabei: Verena Landherr und Nadine Rössle (Maske), Thomas Köbler (Technik), Luise Erlinger (Souffleuse) und Claudia Köbler (Inspizientin).
Fünf Mal hebt sich zu dieser Komödie noch der Vorhang. Die Vorstellungen finden am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober, sowie von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. Oktober, statt. Beginn ist freitags und samstags jeweils um 20 Uhr, sonntags um 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf hält Luise Erlinger unter der Telefonnummer 08204/429 bereit. (spr)
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