Betrüger in Friedberg geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus

Betrüger geben sich in Friedberg und im Raum Augsburg am Telefon als Polizisten aus, um Schmuck und Bargeld zu ergaunern. (Foto: Heiko Kverling-123rf.com)

Wie die Polizei berichtet, sind am Montag in den Abendstunden mehrere Bürger in Friedberg, seinen Ortsteilen und im Raum Augsburg von falschen Polizeibeamten angerufen worden. Dahinter steckt eine üble Betrugsmasche, mit der bei den Bürgern - meist Senioren - zunächst Angst geschürt wird, um sie dann um ihr Erspartes oder wertvollen Schmuck zu bringen.

Die Anrufer gaben sich als Polizei aus oder stellten sich mit erfunden Namen, „Oberkommissar xy“ vor. Das Gespräch wurde auch an einen anderen falschen Polizeibeamten weiter vermittelt, um den offiziellen Charakter zu unterstreichen und sich noch mehr in das Vertrauen zu schleichen. Am Display wurde immer die Anrufer-Nummer 110 angezeigt. Die unverschämten Betrüger stellten sich am Telefon mit existenten Namen zweier Polizeibeamter der Polizeiinspektion Friedberg vor: „Sie wissen schon, Polizei in der Haagstraße!“

Die Einschüchterung ging weiter, indem behauptet wurde, dass die Adresse und Telefonnummer der Angerufenen auf einem Zettel bei einer rumänischen Einbrecherbande gefunden wurde. Nun sollten die Angerufenen ihre Wertsachen überprüfen. Man wolle sich wieder melden. Zudem sollen die Türen versperrt und die Rollläden herunter gelassen werden. Dies wird möglicherweise durch Mittäter, die sich in der Nähe aufhalten, beobachtet. So können die Betrüger sicher sein, dass Ihre Masche funktioniert.

Bisher gab es keine weiteren Forderungen. Meist erfolgt in den Folgetagen nämlich wieder ein Anruf, in dem irgendeine Räubergeschichte vorgegaukelt wird. Die Eingeschüchterten sollen dann ihr Bargeld und Schmuck einem Polizeibeamten in zivil in Verwahrung geben, der gleich vorbeikomme. Manchmal wird auch ein Notar oder ein Geldtransportfahrer angekündigt.

Hinweis der Polizei: "Wir nehmen nie Bargeld oder Schmuck in Verwahrung, geschweige denn holen dies ab. Wenn wir anrufen, erscheint nie die Nummer 110 auf dem Display. Die am Montag Angerufenen haben sich völlig richtig verhalten: sich Details merken, auflegen, uns verständigen und keinesfalls auf Forderungen eingehen". (pm)
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