Fünfstelliger Schaden für Versandhaus: Zusteller ergaunert sich Pakete

Ein Zusteller hat wohl mehrere Pakete abgefangen und einem Versandhaus damit einen hohen Schaden verursacht. Die Polizei hat den Verdächtigen festgenommen. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)

Ein 22-jähriger Paketzusteller wird verdächtigt, mit falschen Personalien immer wieder Waren in einem Versandhaus bestellt und abgefangen zu haben. Es entstand ein Schaden in fünfstelliger Höhe.



Wie die Polizei nun mitteilt, meldete sich am Montagvormittag sich der Geschäftsführer eines Paketzustelldienstes in Derching und zeigte einen Warenkreditbetrug größeren Ausmaßes an. Seine Firma ist ein Subunternehmer einer anderen Zustellfirma. Ein großer Online-Händler hatte bei diesem Zustelldienst auffällige Unregelmäßigkeiten angemahnt, weshalb dieser sich an seinen Subunternehmer wandte.

Interne Firmenrecherchen erhärteten den Tatverdacht gegen einen 22-jährigen Paketausfahrer. Es besteht der Verdacht, dass er in einer Vielzahl von Einzelfällen bei dem Versandhaus diverse teure Waren von Hi-Fi-Zubehör, Schuhen, Foto- und Videokameras bis hin zu Elektroartikel bestellte. Dazu benutzte er zum Teil Falschpersonalien und -anschriften, die jedoch alle in seinem Zustellbezirk lagen. So konnte er in Seelenruhe die Paketsendungen abfangen und als zugestellt deklarieren. "Der Verdacht liegt nahe, dass die betrügerisch erlangten Waren nach Osteuropa verschoben wurden", schreibt die Polizei in ihrem Bericht.

Der junge Mann wurde noch am Montag vorläufig festgenommen und gestern dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Dem Versandhaus entstand ein Schaden im fünfstelligen Bereich, die Ermittlungen dauern an.(pm)
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