SEK-Einsatz in Friedberg und Augsburg: Mann mit selbstgebauter Maschinenpistole wollte sich in Polizeistation erschießen lassen

Nach einem Anruf mit unterdrückter Nummer bei der Polizeiinspektion Friedberg, löste der Unbekannte einen massiven Polizeieinsatz aus. (Foto: Thomas Lukassek/123rf.com)

Am Donnerstag löste ein anonymer Anrufer unter unterdrückter Rufnummer in den Polizeiinspektion Friedberg und Augsburg Mitte Unruhe aus. 

Gegen 17.30 Uhr rief ein zunächst unbekannter Mann bei der Polizeiinspektion Friedberg mit unterdrückter Nummer an, um den Beamten mitzuteilen, dass er auf die Dienststelle kommen und sich erschießen lassen wolle. Außerdem habe er eine selbstgebaute Maschinenpistole. Diese Aussagen wurden mehrfach von ihm wiederholt. 

Daher wurden weitere polizeiliche Unterstützungskräfte hinzugezogen und auch das Spezialeinsatzkommando angefordert, um einer möglichen Eskalation vorzubeugen. Bis spät in die Abendstunden wurde versucht den Anrufer zu ermitteln und dessen Aufenthaltsort festzustellen.

"Nach weiteren Lageeinschätzungen, in Verbindung mit den bislang gewonnenen polizeilichen Erkenntnissen, war letztlich nicht mehr davon auszugehen, dass eine Bedrohung von dem unbekannten Anrufer ausgeht", erklärt die Polizei. Die eingesetzten Unterstützungskräfte wurden daher Zug um Zug reduziert, die Friedberger Polizei führte im Rahmen des normalen Dienstes die Streifentätigkeit fort.

Laut der örtlichen Polizei bestand während des Einsatzes zu keiner Zeit eine Gefahr für die Friedberger Bevölkerung.

Zweiter Anruf in Augsburg

Gegen 23.45 Uhr rief der nach derzeitigen Erkenntnissen gleiche Mann bei der Polizeiinspektion Augsburg-Mitte an und brachte nahezu denselben Sachverhalt vor, weshalb im Innenstadtbereich die Polizeikräfte zunächst ebenfalls verstärkt wurden.

Auch die Beamten des Spezialeinsatzkommandos wurden vorsichtshalber wieder zurückbeordert.

Doch auch hier bestand für die Bevölkerung, laut der Augsburger Polizei, keinerlei Gefahr.

Anrufer stammt aus Nordrhein-Westfalen

In den frühen Morgenstunden konnte die Identität des Anrufers dann ermittelt werden. Es handelte sich um einen 37-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, der die Anrufe auch von dort aus tätigte. Die näheren Hintergründe werden derzeit von der dortigen Polizei überprüft. (pm)
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