Zugunglück in Aichach: Unfallstelle freigegeben - Freigabe der Strecke wohl erst am Mittwoch

Im Aichacher Bahnhof ereignete sich am Montagabend ein schweres Zugunglück.

Nach dem Zugunglück am Aichacher Bahnhof am Montagabend haben nun die Aufräumarbeiten begonnen. Gleise und Oberbau werden auf Schäden überprüft.

Nach Abschluss der behördlichen Untersuchungen im Bereich des Aichacher Bahnhofs (Stand 16.30 Uhr) ist die Unfallstelle nun freigegeben worden. Die Aufräumarbeiten seien angelaufen, teilte die Deutsche Bahn am Dienstagnachmittag mit. Ein Hilfszug mit Hydraulikhebern sei vor Ort. Anschließend könne festgestellt werden, ob Schäden am Gleis und am Oberbau repariert werden müssen.

Der Bahnhof Aichach bleibt weiterhin gesperrt. Ein Ersatzverkehr wurde durch die Bayerische Regiobahn (BRB) eingerichtet. "Mit einer Freigabe der Strecke ist nicht vor dem morgigen Tag zu rechnen", so die Bahn. 

Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen

Der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgericht Augsburg erließ indes einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung sowie der fahrlässigen Gefährdung des Bahnverkehrs gegen den 24-jährigen Fahrdienstleiter und setzte ihn unter Auflagen außer Vollzug.

Der Haftgrund der Fluchtgefahr konnte mit den Auflagen in ausreichender Form ausgeräumt werden, erklärte die Polizei in ihrem Bericht am Dienstagnachmittag.

Am Montag war gegen 21.15 Uhr war ein Personenzug auf der Strecke von Augsburg in Richtung Ingolstadt unterwegs. Wenige hundert Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof Aichach kollidierte der Zug der Bayerischen Regiobahn frontal mit der Lok eines stehenden Güterzugs.

Der 37-jährige Lokführer der Paartalbahn , ein dreifacher Vater aus dem Landkreis Eichstätt, und eine 73 Jahre alte Passagierin wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlagen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen ist.(pm/jaf)
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