Die Menschen im Blick: Förderverein der Friedberger Sozialstation leistet wichtige Unterstützung – der neu gewählte Vorstand ist dafür gut aufgestellt

Die neu gewählte Vorstandschaft vom Förderverein der Friedberger Sozialstation ist für die Zukunft gut aufgestellt. Hintere Reihe, von links: Horst Knote, Pater Steffen Brühl, Dr. Roland Weis, Dr. Hannes Proeller, Thomas Radlmayr. Vorne: Monika Göppel, Dietmar Schmid, Armin Rabl, Monika Weighardt. Es fehlen auf dem Bild: Stefan Heisserer, Franz Altmannshofer (Foto: Foto: Barbara Fendt)
Die Zukunft der Sozialstation Hochzoll und Friedberg beschäftigt viele Menschen in der Region. Ganz besonders auch die Mitglieder des Fördervereins Ambulante Krankenpflege – Sozialstation Friedberg. Hinter dem komplizierten Namen steht ein traditionsreicher Verein, der den Bürgerinnen und Bürgern hier schon seit 1906 hilft. Ganz konkret bedeutet dies, dass der Förderverein die Sozialstation finanziell unterstützt und ihr auch ein Dach über dem Kopf gibt. Dementsprechend groß war auch das Interesse an der Zukunft des Hauses in der Hermann-Löns-Straße bei der Mitgliederversammlung, die kürzlich – wegen der Bauarbeiten im katholischen Pfarrzentrum ausnahmsweise in der evangelischen Gemeinde – abgehalten wurde.

Die Frage nach dem Standort der Sozialstation
Nach einem Gottesdienst zum Auftakt, in dem Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl besonders an die verstorbenen Mitglieder und Förderer des Vereins dachte, eröffnete der Vorsitzende Dr. Hannes Proeller die Versammlung im Gemeindesaal. Er ging auch auf die Standortfrage ein, die die Sozialstation Hochzoll-Friedberg derzeit sehr beschäftigt. Bereits im Juli diesen Jahres wurden die Vereinsmitglieder in einer außerordentlichen Versammlung darüber informiert, dass die Sozialstation einen neuen Standort benötigt – möglichst an der Stadtgrenze von Augsburg und Friedberg. Nun erklärte der Vorsitzende, dass es diesbezüglich Gespräche gebe, diese aber noch nicht abgeschlossen seien. „Uns war wichtig, Ihnen zu bestätigen, dass, unabhängig von dieser möglichen Standortveränderung, die in Friedberg bisher angebotenen Dienstleistungen, wie der Betrieb der Tagespflege und die Ansprechstelle für die ambulante Krankenpflege der Sozialstation, weiterhin aufrecht erhalten bleiben“, betonte Proeller nochmals.

Die Zukunft des Sozialzentrums in Friedberg
Weiterhin berichtete er auch von einer Veränderung im Sozialzentrum. So wurden das Bürgernetz und einige Beratungsangebote der Caritas in das Bahnhofsgebäude verlegt. Die Caritas-Verwaltung und ein Teil der Beratungen verbleiben jedoch nach wie vor im Gebäude in der Hermann-Löns-Straße. Die Zukunft dieses Hauses kam natürlich auch zur Sprache. Bekanntlich behält sich der Landkreis die Möglichkeit vor, nach 2030 das städtische Erbpacht-Grundstück durch den Krankenhausbereich zu nutzen. „Die Prüfung und die Gespräche über eine mögliche spätere Übergabe des Sozialzentrums an den Landkreis und die Suche nach einem neuen Ersatzstandort sind noch nicht abgeschlossen“, so Proeller. Nach wie vor investiert der Förderverein viel Geld in die Instandhaltung des Gebäudes. 73.000 Euro wurden unter anderem für den Austausch der Aufzugsteuerung und sowie von zwei Heizkesseln und für die Erneuerung der Sprechanlage ausgegeben.

Wichtige finanzielle Unterstützung
Darüber hinaus kam der Verein auch seinem Anspruch nach, die Sozialstation mit finanziellen Mitteln direkt zu unterstützen. So konnten für die Tagespflegeeinrichtung zwei Markisen sowie ein Pflegebett angeschafft werden. Auch ein Freisitz für die Patienten im Terrassenbereich wurde eingerichtet, außerdem gab es einen wesentlichen Zuschuss für die Erbringung von haushaltsnahen Dienstleitungen sowie einen weiteren für ein Patientenbeförderungsfahrzeug und der Verein übernahm Miete und Nebenkosten für die Tagespflege der Sozialstation – in der Summe waren dies Fördermittel von 78.000 Euro.

Hauptförderer und künftig auch Mitgestalter der Sozialstation
Das verdeutlicht, warum der Verein Hauptförderer der Sozialstation Hochzoll und Friedberg ist. Künftig wird er auch deren Mitgestalter sei. Denn nach dem Ausscheiden der Diakonie als ein Gesellschafter der Sozialstation wird der Förderverein einen Teil der frei werdenden Gesellschaftsanteile übernehmen. Die Bedeutung des Fördervereins ist auch 113 Jahre nach der Gründung unschätzbar wichtig. Das Motto „wir helfen Helfen“ wird immer wieder aufs Neue in die Tat umgesetzt. Früher wie heute hat der Förderverein stets die Nöte der Menschen im Blick und leistet wichtige Unterstützung.

Engagierte Menschen übernehmen aktiv Verantwortung
Hocherfreulich ist zudem, dass sich immer wieder engagierte Menschen bereit erklären, im Verein aktiv Verantwortung zu übernehmen. Deutlich wurde dies bei den Vorstandswahlen, die turnusgemäß heuer auf dem Programm standen. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Dr. Hannes Proeller, sein Stellvertreter Horst Knote und Thomas Radlmayr als Kassier. Auch den Vorstandsmitgliedern Monika Göppel, Armin Rabl, Dietmar Schmid und Monika Weighardt sowie den Revisoren Franz Altmannshofer und Stefan Heisserer sprachen die Mitglieder für weitere drei Jahre das Vertrauen aus. Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl bleibt satzungsgemäß im Vorstand. Neu gewählt wurde Dr. Roland Weis als Schriftführer. Barbara Fendt, die nach 20-jähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausschied, wurde mit großem Applaus verabschiedet. Dr. Proeller dankte ihr für die langjährige Tätigkeit, in der sie auch als Schriftführerin, tätig war. Mit einem weiterhin engagierten Vorstand, wohl gesonnenen Mitgliedern und Unterstützern ist der Förderverein der Sozialstation für die Zukunft gut aufgestellt und gerüstet.
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