Durchbruch für das Divano - Ort der Begegnung öffnet sich nach außen

Der Mauerdurchbruch im Pfarrzentrum Sankt Jakob für das neue Divano ist ein bewegender Moment. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Muhr, Sandra Meitinger vom Projektbüro 678 und Pater Sagar Mennekanti, Kaplan der Stadtpfarrei, beobachten die Arbeiten mit großem Interesse
 
Die Mauer fällt, der Weg zum neuen Divano wird frei
 

Die Bauarbeiten am neuen Ort der Begegnung kommen gut voran. Dazu haben auch Ehrenamtliche einen großen Teil beigetragen. Mit dem Spendenprojekt „140 mal 100“ hofft die Stadtpfarrei auf Unterstützung für ein weiteres Vorhaben.

Das Pfarrzentrum der Stadtpfarrei Sankt Jakob in Friedberg präsentiert sich momentan als Großbaustelle, sehr zur Freude von Christine Schmitz. Die Gemeindereferentin leitet den neuen Ort der Begegnung, der hier gerade entsteht. Christine Schmitz ist begeistert, wie schnell die Umbaumaßnahmen für das „Divano – Kaffee, Kunst & Spirit“ voranschreiten. Dass das Projekt sehr gut im Zeitplan liegt, ist vor allem auch dem engagierten Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher zu verdanken.

Starkes ehrenamtliches Engagement
Die Männergruppe der katholischen Stadtpfarrei, zu der im Übrigen auch einige Evangelische gehören, hatte sich verantwortlich erklärt, die nötigen Abbruch- und Demontagearbeiten zu übernehmen. Günter Schreier und Klaus Greppmair, beide Inhaber von Friedberger Handwerksbetrieben, organisierten vier Arbeitseinsätze im Juli und August und erhielten tatkräftige Unterstützung von vielen Freiwilligen. Gemeinsam erledigten sie eine ganze Reihe zum Teil sehr mühsamer Arbeiten: Entsorgung der Möbel, Entfernen des Steinbelags von der Außentreppe, Umbau der Schließanlage, Demontage der Heizkörper, Entfernen des Fliesenbodens im großen Clubraum und im Foyer sowie des Parkettbodens im kleinen Clubraum, Ausbau der Trennwände, Einrichten des Baustroms – um nur einige zu nennen. Christine Schmitz zeigt sich beeindruckt vom Einsatz der Ehrenamtlichen. „Ich bin begeistert, wie toll das funktioniert hat. Es waren so viele Helfer da, die Hand in Hand gearbeitet haben. Die Stimmung war super! Bei diesem Gemeinschaftssinn freue ich mich schon sehr auf die Zusammenarbeit im Divano.“

Ein Meilenstein: der Durchbruch
Der enorme freiwillige Arbeitseinsatz hat sich als positiv erwiesen. Zum einen schont er die finanziellen Ressourcen der Stadtpfarrei, zum anderen hat er dazu beigetragen, dass die Maßnahmen schneller voranschreiten als geplant. So konnte die Baufirma Lindermayr aus Derching schon Ende August mit ihren Arbeiten beginnen und unter anderem den außenliegenden Kellerabgang im Eingangsbereich des Pfarrzentrums verfüllen. An der darüber liegenden Mauer wurde schließlich der wortwörtliche Durchbruch für das Divano realisiert. Denn der Ort der Begegnung soll mit einem großen Glaselement einen eigenen Eingang erhalten, der einladend wirkt und viel Transparenz schafft. Mit dem Aufbrechen der Außenmauer ist das Bauprojekt einen großen Schritt vorangekommen. „Das ist heute ein Aufbruch im wahrsten Sinne des Wortes“, schwärmt die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Muhr. „Der Anstoß für das Projekt kam schon 2014 aus den Reihen des Pfarrgemeinderats, seitdem haben sich viele Menschen – auch ehrenamtlich – sehr dafür engagiert. Das ist wirklich ein großartiger Moment.“

Unvorhergesehenes Projekt
Neben der Organisation rund um den Ort der Begegnung, der hier entsteht, beschäftigt sich Christine Schmitz mit einem Projekt, das sich spontan ergeben hat und eigentlich noch nicht auf dem Plan stand. „Während der Umbaumaßnahmen für das Divano wurde ein Großteil des Bodenbelags im Pfarrzentrum entfernt.“ Die Gemeindereferentin spricht vom extrem abgenutzten Parkettboden im früheren kleinen Clubraum und vom alten Fliesenboden im großen Clubraum sowie im Foyer. Der gesamte Bereich erhält im Oktober einen neuen Vinylboden, der strapazierfähig und pflegeleicht ist. „Wir wünschen uns für den Pfarrsaal, der direkt an diese Räume angrenzt, nun auch diesen neuen Belag“, erklärt Christine Schmitz. Der Wunsch ist nachvollziehbar, zumal der Fliesenboden sehr in die Jahre gekommen ist, ein Austausch stünde in zwei Jahren sowieso an. Dann aber würde der Abbruch neben den frisch renovierten Räumlichkeiten stattfinden und das Material müsste über den neu verlegten Vinylboden abtransportiert werden, da es keine andere Möglichkeit gibt. „Ich weiß, wie es hier ausgesehen hat, als die Ehrenamtlichen die alten Fliesen im Clubraum mit Bohrhammern entfernt haben“, berichtet Christine Schmitz. „Es wäre eindeutig sinnvoller, den Abbruch im Pfarrsaal jetzt noch vorzunehmen, einen neuen Boden zu verlegen und die Baumaßnahmen dann abschließen zu können.“ Auch optisch wäre das ein Gewinn, denn mit dem einheitlichen Bodenbelag könnte eine durchgehende Fläche geschaffen werden. Das neue Raumkonzept vom Divano bietet viel Flexibilität. Variable Trennwände ermöglichen unterschiedliche Raumeinteilungen je nach Veranstaltung. Davon profitiert auch der Pfarrsaal, der bei Bedarf einen Teil des ehemaligen großen Clubraums mitnutzen kann oder sogar über die gesamte Fläche einschließlich der Räumlichkeiten des Divano geöffnet werden kann. Unterschiedliche Fußbodenbeläge wären da ebenso unschön wie unpraktisch.

140 mal 100 - ein Spendenprojekt zur Finanzierung
Auch wenn viele Gründe dafürsprechen, den Boden im Pfarrsaal jetzt gleich auszutauschen, gibt es ein großes Hindernis: die Finanzierung. Denn das Bistum Augsburg übernimmt zwar die Kosten für die Baumaßnahmen im Divano, jedoch nicht die für den neuen Vinylboden im Saal. Die Stadtpfarrei Sankt Jakob hofft auf Unterstützung durch die Friedberger Bürgerinnen und Bürger. Unter dem Motto „140 mal 100“ hat Christine Schmitz ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, das die Finanzierung ermöglichen soll. „Wir benötigen 140 Spender, die mit jeweils 100 Euro einen Quadratmeter Fußboden finanzieren. Wer diese Summe nicht alleine aufbringen kann oder möchte, kann sich natürlich auch mit Freunden, Bekannten, Nachbarn usw. für eine Gemeinschaftsspende zusammentun oder sich an die Stadtpfarrei wenden, dann stellen wir gerne den Kontakt zu anderen Spendern her“, erklärt Christine Schmitz. Jeder Spender wird namentlich auf einem der früheren Parkettstäbchen verewigt. Die kleinen Holzleisten sollen später im Divano in einem Kunstwerk zusammengefügt werden. Auch das ist ein Teil der Begegnung, für die dieser künftige Treffpunkt steht.
Die Summe von 14.000 Euro, die für das Projekt gestemmt werden muss, ist allerdings eine Herausforderung. Es ist zu hoffen, dass sich Spender finden. Wer das Projekt „140 mal 100“ unterstützen möchte, kann sich an das Pfarrbüro wenden oder sich am 15. September im Anschluss an die Gottesdienste in Sankt Jakob direkt bei Christine Schmitz informieren.
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