Friedberger Zeit - unsere Bildergalerie des Festeinzugs

„Habe die Ehre“ hörte man wieder überall in der Friedberger Innenstadt. Am Freitag begab sich die Stadt wieder auf eine Zeitreise. Zurück in die Zeit des Barock, der Uhrmacherfamilien, in eine glückliche, spannende, besondere Zeit, wie Bürgermeister Roland Eichmann und Kulturamtsleiter Frank Büschel noch am Dienstag während eines letzten Pressetermins vor dem Fest betonten.

 Das Altstadtfest entführte die Besucher ins 17./18. Jahrhundert. Nachdem die Stadt im Dreißigjährigen Krieg komplett niedergebrannt worden war, wurde sie auf den Grundmauern der alten, mittelalterlichen Gebäude neu aufgebaut. Überlebende, die zunächst geflohen waren, und Neu-Bürger kamen in die Stadt. Unter anderem durch die Erhebung eines Salz- und eines Pflasterzolls für durchgeführte Waren flossen wieder Einnahmen in die städtische Kasse. Die Stadt lebte wieder auf, das Handwerk boomte, unter den rund 2000 Einwohnern gab es 80 Uhrmacherfamilien. „Friedberg erlebte eine Blütephase wie kaum jemals zuvor. Es war eine Zeit des Friedens, des Wohlstands und der Migration“, sagte Eichmann. „Ein bisschen wie heute.“ Es sei außerdem eine Zeit, über die es im städtischen Archiv viel zu finden gebe, zuvor „haben wir keine Aufzeichnungen“, erklärte der Bürgermeister. Durch die Überlieferungen sei es möglich, so historiengetreu zu feiern. Der Gruß „Habe die Ehre“, aber auch die Trinksprüche und das Essen, das auf dem Altstadtfest serviert wird, sind Teil der Präambel, die regelt, was während der Friedberger Zeit erlaubt ist und was nicht.
Das gilt auch für die Gewänder. Im Vorfeld des elften Altstadtfestes wurden fünf Kilometer Stoff verkauft, außerdem insgesamt 10 000 Knöpfe, Miederhaken und Kordeln. Neben den Näherinnen beteiligen sich rund 80 Handwerker und Standleute am Fest, außerdem 30 Wirte sowie 60 Musiker und Gaukler. 150 000 Besucher werden erwartet.
Alleine am Einzug beteiligten sich traditionell wieder mehrere tausend Menschen. Bürger, Gäste der Partnerstädte, Musik-, Tanz- und Theatergruppen, Schulen und Kindergärten, Handwerker, Wirte und Bäcker pilgerten um 18 Uhr in einem bunten Zug vom Volksfest- zum Marienplatz, wo das historische Fest um 19 Uhr von Bürgermeister Eichmann eröffnet wurde. Dann hieß es eintauchen in diese goldene Zeit: Bis zum 21. Juli wartet neben Handwerkskunst und kulinarischen kurbayerischen Köstlichkeiten auch ein umfangreiches Programm auf die Besucher. Der Eintritt kostet für alle zehn Tage 10 Euro, für einen Tag zahlt man 5 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.friedberger-zeit.de.

Hier die schönsten Bilder der Eröffnung.
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