Leben ohne Plastikmüll

Für ihre Einkäufe braucht Maria Voigt keine Plastiktüten. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Neue Stammtisch-Gruppe sucht Alternativen

Peter Stöbich
Friedberg. Um den Schutz unserer Gesundheit und Umwelt geht es den Mitgliedern eines neuen Stammtisches, die sich jeden letzten Mittwoch im Monat in Friedberg treffen. "Ohne den ganzen Plastikmüll zu leben, ist zwar nicht immer einfach", sagt Maria Voigt, stellvertretende Ortsvorsitzende im Bund Naturschutz, "aber wir wollen zumindest Alternativen aufzeigen." So macht die ehemalige Chemielehrerin zum Beispiel ihren Joghurt selbst, statt ihn verpackt zu kaufen, und ihr Einkaufskorb ist eine gute Alternative zu den herkömmlichen Plastiktüten.
Beim ersten Treffen im Friedberger "Zieglerbräu" ging es zunächst darum, gemeinsame Interessen auszutauschen und sich kennenzulernen. 17 Frauen und Männer von Aichach über Derching und Stätzling bis aus Kissing und Mering waren gekommen und konnten gleich viele Gemeinsamkeiten feststellen. Auch Vertreter der Abfallberatung des Landratsamtes stellten neue Ideen zur Ressourcenschonung vor. Vor allem die Themen gelbe Tonne und Verwertung der Wert-Stoffe treibt viele der Interessierten um.
"Zu unserem nächsten Stammtisch hoffen wir auf weitere Teilnehmer", sagt Voigt. Er findet am Mittwoch, 25. April, um 19.30 Uhr im Angus-Club bei der Friedberger Stadthalle statt. Leonie Prillwitz, die sich beim Wettbewerb "Jugend forscht" mit dem Thema „Mikrofasern – Gefahr aus der Waschmaschine“ beschäftigt hatte, wird an diesem Abend über ihre Arbeit berichten.
Denn Mikroplastik ist Umweltschützern schon länger ein Dorn im Auge. Die Kunststoffpartikel gelangen unteranderem durch Kosmetikprodukte und beim Waschen von synthetischen Stoffen ins Abwasser. Das interessierte die Schülerin genauer, wweshalb sie die Auswirkungen verschiedener Waschfaktoren untersuchte und die Ergebnisse bei „Jugend forscht“ vorstellte.
„Es hat uns umgehauen, wie viel sich aus der Kleidung löst“, erzählt Leonie. Über unsere Kanalisation und die Abluft unserer Wäschetrockner gelangen die Mikrofasern zum Teil in die Umwelt. In den Kläranlagen werden zwar Partikel aus dem Abwasser gefiltert; für Mikrofasern fehlen aber meist die entsprechenden Vorrichtungen.
So fließen die Fusseln direkt in die Flüsse und Seen oder sie gelangen indirekt über den auf die Felder ausgebrachten Klärschlamm in die Gewässer. Außerdem werden die Mikrofasern vom Wind verweht und anschließend vom Regen wieder in die Gewässer geschwemmt. Einmal im Wasser angelangt, können an die Oberfläche der Fasern Gifte und Krankheitserreger andocken
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