Sie gibt altes Wissen weiter

Über die heilsame Wirkung von Pflanzen informiert Ute Sichart bei Führungen und Vorträgen. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Heilpraktikerin Ute Sichart bietet Kräuterführungen an

Peter Stöbich
Friedberg. Für Ute Sichart war es ein Herzensweg, der sie vom Sprachstudium zu ihrer heutigen Arbeit als Heilpraktikerin führte. "Viele Jahre habe ich die Wirkungen von Pflanzen und Kräutern erforscht und bin dabei ganz tief in die Geheimnisse der Natur eingetaucht", erzählt sie. Ihr umfassendes Wissen von A wie Anis bis Z wie Zitronenmelisse nutzt sie nicht nur für die Klienten in ihrer Friedberger Praxis, sondern will es bei Führungen und Vorträgen auch anderen Menschen weitergeben.
Schon Hippokrates und Paracelsus, Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp kannten die heilsame Wirkung vieler Pflanzen, die sich gut im heimischen Garten ziehen lassen. Brennnessel, Löwenzahn und Thymian sind bekannt für ihre zahlreichen Mineralstoffe. Baldrian und Lavendel werden zur Beruhigung eingesetzt, Majoran, Knoblauch, Fenchel und Estragon in der Küche. Eines der bekanntesten Naturheilmittel ist Aloe Vera: Die Wüstenlilie kann sowohl innerlich als auch äußerlich zur Anwendung kommen. Mittlerweile ist Aloe Vera in vielen kosmetischen Produkten zu finden, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel gehört sie zu den meist gekauften Heilpflanzen.
"Salben, Salate und Suppen, Öle, Tees oder Tinkturen - die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig", stellt Sichart fest, die sich intensiv mit biologischem Gartenbau, den Mondphasen und Methoden beschäftigt hat, die seit vielen Generationen überliefert sind. Wichtig sei, dass alle Stoffe einer Pflanze in ausreichendem Maß verwendet werden, um die optimale Wirkung zu erzielen.
"Beachten muss man auch, dass die Wirkstoffe je nach Pflanze unterschiedlich verteilt sind." Sie werden bei einigen Pflanzen in den Samen, bei anderen in den Wurzeln und bei wieder anderen in den Blättern gespeichert. Deshalb muss Anwendern von Heilpflanzen klar sein, wo genau die wichtigsten Wirkstoffe sitzen, wenn sie die richtigen Pflanzenteile selbst sammeln wollen.
Außerdem ist zu beachten, dass der Wirkstoffgehalt teils deutlich schwanken kann. Dies liegt zum Einen an dem Standort der Pflanze, zum Anderen am Zeitpunkt der Ernte sowie der Verarbeitung. "Die Natur bietet uns einen so reichen Schatz, dass wir wirklich Dankbarkeit und Wertschätzung dafür zeigen sollten", sagt Ute Sichart. In letzter Zeit sei bei vielen Menschen eine Rückbesinnung auf alte Hausmittel erkennbar, die unsere Vorfahren auch bei schweren Krankheiten angewendet hätten.
Ihre persönlichen Prozesse und Fragen brachten ihr ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper. "Mein Anliegen ist es, Störungen möglichst frühzeitig zu erkennen und entgegen zu wirken." Mit verschiedenen Verfahren erstellt sie für ihre Klienten individuelle Therapiepläne, wobei unter anderem Akupunktur, Homöopathika, Komplexhomöopathika, Schüßlersalze und Spagyrik verwendet werden, das sind speziell aufbereitete Pflanzentropfen, die auf Körper, Seele und Geist wirken.
De meisten Heilpflanzen lassen sich ohne Bedenken einnehmen, dennoch kann es ohne genaue Information zu eventuellen Überdosierungen kommen. Deshalb ist es ratsam, vor der Einnahme einen Arzt, Apotheker, Heilpraktiker oder Kräuterpädagogen zu fragen.
Jeweils am Donnerstag, 6. Juni und 4. Juli um 19.30 Uhr, bietet die Heilpraktikerin in ihrer Friedberger Praxis interessante Vorträge über "Unkraut - Wildkraut - Heilkraut" und die entsprechenden Wirkungen an. Am Samstag, 22. Juni, wird es von 9.30 bis 12 Uhr am Kissinger Weitmannsee eine Heilkräuter-Führung geben. Für alle Veranstaltungen ist eine Voranmeldung unter der Telefonnummer 0821 / 4556486 oder per E-Mail ute.sichart@web.de erforderlich.
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