Solarstrom vom Schuldach

An der Beruflichen Oberschule wird Solarstrom erzeugt. Foto: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Förderverein stellt sein Konzept vor

Peter Stöbich
Friedberg. Landrat Klaus Metzger ist stolz auf ein "Vorzeigeprojekt" an der Beruflichen Oberschule (FOS und BOS) in Friedberg: Auf der 400 Quadratmeter großen Dachfläche sorgen Solarmodule für regenerative Stromerzeugung, ohne daß die Umwelt belastet wird. Die elektrische Energie wird ins Netz eingespeist und füllt zudem die Kasse des Fördervereins, wie Thomas Rebitzer bei der Präsentation erläuterte.
Die Arbeiten an der Anlage hatten Ende vergangenen Jahres begonnen, seit einigen Wochen ist sie jetzt in Betrieb. Mit dem Landkreis hat der Förderverein einen unentgeltlichen Gestattungsvertrag geschlossen, um das Dach nutzen zu können. "Unser Konzept hat viele Vorteile und könnte anderen Einrichtungen als Vorbild dienen", so Rebitzer.
Jährlich können rund etwa 46000 Kilowattstunden erzeugt werden. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht in diesem Zeitraum etwa 3500 Kilowattstunden. Der gemeinnützige Förderverein der BOS betreibt die Anlage und darf deshalb den Gewinn kassieren. Bei zwölf Cent pro Kilowattstunde sind das jedes Jahr ungefähr 5500 Euro; mit diesem Geld werden Bildungsprojekte unterstützt. Die Finanzierung des Ganzen war laut Rebitzer denkbar einfach: „Die Bank wollte uns keinen Kredit geben, weil der Förderverein keine finanziellen Sicherheiten vorweisen konnte."
Deshalb lieh man sich das notwendige Geld kurzerhand von den Vereinsmitgliedern, die es mit Zinsen relativ rasch wieder zurückbekommen. Die Nachahmung sei ausdrücklich erwünscht, so Landrat Metzger; anderen interessierten Schulen bietet die BOS deshalb Formulare und Vertragsvorlagen an.
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