Tag der Handarbeit: 45 Patchworkdecken für pro famila Augsburg

Andrea Iraschko und Karin Weindl vom PatchWork - Haus für Handarbeit übergeben über 45 Patchworkdecken an Kathrin Sprenger von pro famila (v.l.)
Friedberg: Patchwork-Haus für Handarbeit |

Beim Tag der Handarbeit entstehen kleine Kunstwerke für die Aktion meins.ist.deins

Kathrin Sprenger von pro familia Augsburg e.V. war sichtlich berührt, was die kreativen Handarbeiterinnen in Friedberg und Umgebung anlässlich des Tages der Handarbeit alles genäht haben. „Das sind ja wahre Kunstwerke, da werden sich viele Kinder und Familien riesig freuen.“ Über 45 aufwändig und in liebevoller Detailarbeit genähte Patchworkdecken entstanden beim letzten Tag der Handarbeit, die nun dem Projekt „meins.ist.deins“ zukommen. Der Tag der Handarbeit ist eine Benefizaktion der Initiative Handarbeit, bei der Karin Weindl und ihr Team seit nunmehr fast zehn Jahren mit einer jährlichen Handarbeitsaktion teilnimmt. Die Betreiberin eines Handarbeitsladens in Friedberg aktiviert dabei ihren großen Kundenstamm um soziale Projekt zu unterstützen. So entstanden in den letzten Jahren bereits Decken für diverse Afrikaprojekte, Kinderkleider für das Rote Kreuz und die Friedberger Tafel oder historische Gewänder für das Friedberger Kinderheim anlässlich des Friedberg Altstadtfestes 2016.

Bei der aktuellen Aktion kehrte Karin Weindl zu ihren Wurzeln zurück - dem Patchworken - und motivierte viele ihrer Kunden und Kursteilnehmer, Babydecken zu quilten. Nun konnte sie zusammen mit Mitarbeitern ihres Ladens die gesammelten Werke an Kathrin Sprenger von pro familia Augsburg übergeben. Als Weindl die sichtlich bewegte Reaktion von Kathrin Sprenger sah, war einmal mehr völlig klar, sie wird auch weiterhin ihre Kundinnen „einspannen“, um im Rahmen des Tages der Handarbeit solche tollen sozialen Projekte zu unterstützen.

Inoffizielle Ausstellungseröffnung im Friedberger Schlossmuseum

Am Rande der Deckenübergabe erzählt Karin Weindl noch eine nette Anekdote dazu: als sie in diesem Winter einmal die Gelegenheit hatte, mit ihrem Mann durch die noch leeren Musemsräume des frisch renovierten Friedberger Schlosses zu laufen, entstand spontan die Idee, die Decken in diesen tollen Gemäuern zu präsentieren. Kurzerhand beschlossen sie, in das Museum „einzudringen“, um ein kleines Fotoshooting mit den Decken zu machen (natürlich nach Rücksprache und mit Erlaubnis eines Mitarbeiters der Schlossverwaltung, der aber unerwähnt bleiben möchte – wie sie augenzwinkernd anmerkt). „Das war sozusagen die erste Blitz-Ausstellung in den zukünftigen Museumsräumen des Friedberg Schlosses lange vor seiner offiziellen Eröffnung“, so Weindl, die in ihrer Freizeit auch gerne fotografiert. „Die inoffizielle Besucherzahl der spontanen Patchwork-Ausstellung im Friedberger Schloss betrug damals genau zwei Personen: mein Mann und ich“, fügt sie schmunzelnd hinzu.
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