Garten des Karl-Sommer-Stifts als „Oase, um alten Menschen Freude zu schenken“.

Helmut Otto, Jakob Alaskiewitsch, Erster Bürgermeister Roland Eichmann, Pfarrer Fritz Graßmann, Karin Niesel, Peter König, Brigitte Storhas, Therese Menhart und Ilse Siedl (v.l.n.r.) beim offiziellen Startschuss zur Umgestaltung der Außenanlagen. 
 
Einige Senioren verfolgten den Spatenstich von den Logenplätzen.
Friedberg: Karl-Sommer-Stift |

Nachdem in den letzten Jahren insbesondere der Brandschutz der Friedberger Seniorenwohnanlage ertüchtigt wurde, erfolgte am Donnerstag der Spatenstich für die Umgestaltung des Außenbereichs.

Gerade dieser Garten ist es, der das Karl-Sommer-Stift (KSS) unter Trägerschaft des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA) besonders auszeichnet. Beim DWA war darum auch klar, dass man nach den umfangreichen – und kostspieligen – Baumaßnahmen der letzten Jahre noch mehr Geld in die Hand nehmen müsse, um die Außenanlagen ansprechender und auch barrierefreier zu gestalten. Groß war deshalb die Freude über die Nachricht der Deutschen Fernsehlotterie, die Neugestaltung der Außenanlagen mit Sinnesgarten und Aktivierungselementen mit 64.200 Euro zu fördern.

Am Donnerstag, 22. November 2018, wurde bei einer kleinen Feier samt Spatenstich auf den Beginn dieser Neugestaltung angestoßen: Bürgermeister Roland Eichmann, die Landschaftsarchitektin Julia Zimmer, André Busch von der ausführenden Gartenfirma, Gabriele Bott und Melanie Schenk von der Heimaufsicht des Landratsamtes Aichach-Friedberg, Jochen Seiff als Vertreter des Lions-Clubs, Susanne Ritter, Leiterin des Kindergartens Der Gute Hirte, sowie Helmut Otto, Marie-Luise Wunderer und Ilse Siedl als Beiräte des Betreuten Wohnens und Peter König als Heimbeirat für den Pflegebereich waren gekommen. Einige Senioren verfolgten den Spatenstich von drinnen. Sie hatten im Glasgang der beiden Häuser sozusagen Logenplätze.

Bürgermeister Roland Eichmann betonte die Wichtigkeit eines Gartens für den Alltag. Er sprach im Zusammenhang mit den Außenanlagen des KSS gar von einer Oase. Denn von den 15.000 bis 16.000 Fahrzeugen, die täglich die Hauptstraße entlangführen, höre und spüre man hier nichts. Auch Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des DWA, hatte dieses Bild in seiner kleinen Ansprache gewählt: „Der Garten ist eine Oase, um alten Menschen, aber auch den Angehörigen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Freude zu schenken. Zum Auftanken mit Sonnenstrahlen. Zum Seele baumeln lassen. Zum Entdecken, zum Genießen, vielleicht auch zum Gestalten.“

Das hatte Landschaftsarchitektin Julia Zimmer bei den Planungen der Außenanlagen sicher im Sinn. Ihre neue Gestaltung soll bei den Besuchern für optische, sensorische oder soziale Anregungen sorgen: Bunte Blumen, duftende Pflanzen, tönende Klangstäbe. Die sozialen Anregungen gehen über das Kennenlernen der Mitbewohner hinaus: So können im Frühjahr beispielsweise die Kinder des benachbarten Kinderheims mit den Senioren die von Julia Zimmer geplanten Hochbeete gemeinsam bepflanzen und anschließend pflegen.
Kooperationen wie diese mit dem Friedberger Kinderheim und den anderen umliegenden Einrichtungen zeichnen das Karl-Sommer-Stift ebenfalls aus. Die Seniorenwohnanlage ist fest in der Stadt verankert. Die Mittelschüler der Stadt Friedberg haben für den entstehenden Sinnesgarten Fühlkästen gebaut und auch gleich einen Einblick in den Beruf des Altenpflegers erhalten. Das Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern spendet ein selbstgebautes Klangspiel. Und durch eine Spende des Friedberger Lions-Clubs konnte bereits eine Hollywood-Schaukel angeschafft werden.

Nun hofft man beim Karl-Sommer-Stift auf weitere Spenden, denn nach Abschluss der Arbeiten im Frühjahr sollen noch einige Parkbänke aufgestellt werden. Darauf können Bewohner und Besucher des Altenheims und der Seniorenwohnanlage diese Oase im Herzen Friedbergs mit allen Sinnen genießen.
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