Nach Hasspropaganda in Pöttmes: Grüne im Landkreis Aichach-Friedberg wehren sich

Das Plakat mit rassistischen und sexistischen Beschimpfungen wurde am Sonntag an der Türe des örtlichen Asylkreises in Pöttmes angebracht. (Foto: privat)

Ein Plakat mit rassistischen und sexistischen Beschimpfungen ist am Sonntag an der Türe des örtlichen Asylkreises in Pöttmes angebracht worden. Ziel der Hasspropaganda waren auch die Grünen im Landkreis Aichach-Friedberg. Diese wehren sich nun in einer Presseerklärung.

„Angesichts dieser Aktion, die ich als Angriff gegen uns alle werte, sind alle demokratischen Parteien dazu aufgerufen zusammen dagegen vorzugehen. So etwas darf nicht zur Normalität werden. Wir müssen dringend handeln", sagt Stefan Lindauer von den Grünen. Sein Gesicht ist auf dem Plakat durchgestrichen. Genauso das der Grünen-Landtagsabgeordneten Christina Haubrich. Diese ergänzt, dass Beleidigungen von Kommunalpolitikern ein bundesweites Thema geworden seien: „Der Deutsche Städte- und Gemeindebund kommt jüngst auf das Ergebnis, dass in Bayern 28 Prozent der lokalen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger von Gewalt betroffen sind. Ein Zustand, den wir so nicht hinnehmen dürfen und der nun auch Realität bei uns zu werden scheint. Dieses Thema muss auf unserer politischen Agenda einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen.“

Das Plakat, welches an die Türe des Asylkreises in Pöttmes gehängt wurde, zeige deutlich, dass ein Grüner Ortsverband beziehungsweise Aktivitäten demokratischer Parteien unter Rechtsextremen nicht erwünscht seien. "Mit falschzugeschriebenen Gedichten berühmter Lyriker wird zudem versucht die eigenen menschenverachtenden Standpunkte zu legitimieren", nehmen die Grünen Bezug auf ein Zitat von Heinrich Heine, das auf dem Plakat abgedruckt ist. Zudem auf dem Plakat: Ein Logo von AfD und NPD.

Die Grünen in Aichach-Friedberg fordern "von den örtlichen Behörden eine sofortige Aufklärung der Vorfälle in Pöttmes. Es ist zwingend notwendig solche Vorfälle nicht auf sich beruhen zu lassen, sondern diese als einen Akt rechter Propaganda zu benennen und auch so zu behandeln". (pm)
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