Neues Konzept für die Altstadt

Für die Friedberger Altstadt ist eine neue Strategie gefragt. Fotos: Stöbich
Friedberg: Friedberg | Planung im Friedberger Zentrum soll aktualisiert werden

Peter Stöbich
Friedberg. Das Konzept für die Friedberger Altstadt soll aktuellen Anforderungen angepasst und überarbeitet werden. Über die künftige Strategie diskutierten die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung.

"Vorhandene Qualitäten werden oft nicht gesehen und es gibt immer wieder neue Herausforderungen", sagte Baureferent Carlo Haupt. Es gelte, die gesteckten Ziele zu hinterfragen; deshalb seien eine Überarbeitung der Altstadtgestaltungs- und der Werbeanlagensatzung sowie ein neues Einzelhandelskonzept notwendig. Zu untersuchen sei auch, ob die Äußere Ludwigstraße im Osten sowie die Bahnhofsvorstadt im Süden zu Sanierungsgebieten werden sollen.

Mit der Entwicklung im Zentrum beschäftigen sich Stadtrat und Verwaltung schon seit Jahrzehnten. Haupt listete eine lange Reihe von Maßnahmen auf wie den Bau der Tiefgaragen, die Festlegung des Sanierungebietes Altstadt, einen Architektenwettbewerb zur Gestaltung von Strassen und Plätzen oder die Umgestaltung der Ludwigstraße vor zehn Jahren. Zu den aktuellen Problemen für Gewerbe und Einzelhandel in Friedberg zählt unter anderem die Konkurrenz durch das Internet sowie das neue Fachmarktzentrum unterm Berg.
„Wir haben keine Strategie für die Altstadt“, stellte Bürgermeister Roland Eichmann fest.

Behandeln wolle man auch Themen wie Wohnen und Verkehr oder den Marienplatz, für den es schon einmal einen Gestaltungswettbewerb gegeben hat. Ein solcher Prozess werde sicher etliche Jahre dauern, sei aber sinnvoll, stellte Haupt fest. Denn dabei gehe es auch um viel Geld, nämlich Fördermittel von bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten von Projekten.

Während sich Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger)  für ein Konzept zur Entwicklung der Altstadt aussprach, gab es im Ausschuss auch Bedenken. Stadtrat und Verwaltung hätten so viele Aufgaben, dass man sich nicht noch eine weitere aufladen solle, meinten einige Mitglieder. Claudia Eser-Schuberth (Grüne) stellte fest, die Schwierigkeiten im Zentrum lägen ohnehin auf der Hand. Man solle lieber mit wichtigen Projekten anfangen statt mit einem weiteren Konzept. Die Stadt sollte einen Vertreter der Regierung von Schwaben einladen, um das Thema im Ausschuss zu erläutern.
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