Bund Naturschutz OG Gablingen Lützelburg

Diese Straße ausbauen - wozu?
  1. Wer will denn den Ausbau der Staatsstraße 2036?
Die Bürger auf jeden Fall nicht, die haben mit über 6000 Unterschriften den Ausbau eindeutig abgelehnt. Aber wer dann? Ob etwa ein lokaler Abgeordneter der Regierungspartei der Antreiber für den überdimensionierten Ausbau war, blieb bei einem Gespräch des BUND Naturschutz im Bayerischen Verkehrsministerium offen. Der Tenor im Ministerium war vielmehr im Grundsatz bürgerfreundlich: Man wolle niemand einen Straßenbau oder -ausbau überstülpen, sondern die neuen Planungen im Dialog mit den Gemeinden und Bürgern entwickeln.

Darüber berichtete bei einem Runden Tisch der Straßenausbaugegner in Holzhausen Albert Eding, der zu diesem Termin am 23. Oktober 2018 im Verkehrsministerium geladen war, gemeinsam mit Richard Mergner, dem Landesvorsitzenden des Bund Naturschutz und weiteren Vertretern des Bund Naturschutz. Ein wesentliches Thema war der Stand der Tekturplanungen, nachdem der bayerische Landtag im Juli 20128 die Petition gegen den Ausbau an die Staatsregierung zur Würdigung überwiesen hatte. Die vom Ministerium präsentierten Planungsunterlagen zeigten unterschiedliche Phasen der Bearbeitung, sodass die Naturschützer beim Gespräch hofften bei den noch laufenden Planungen ihre Argumente noch einmal einbringen zu können.

Im Bauabschnitt 1 westlich des Peterhof sollte der Anstieg auf den Grünberg auf 6 % verringert werden. Dazu wollte man in der ursprünglichen Planung die Straße in einen bis zu 6 m tiefen Trog absenken, was Erdbewegungen von 100 000 cbm und eine Trassenbreite von über 50 m gefordert hätte. Dieser Wahnsinn scheint nun vom Tisch, die Planung sieht eine moderate Glättung des Anstiegs mit Begradigung vor. Auf unsere Frage nach der Konformität dieser Änderung mit den RAL-Normen erklärten die Ministerialen, man habe einfach den Abschnitt in eine niedrigere Entwurfsklasse eingestuft.

Damit war eine neue Türe aufgestoßen, denn was im Abschnitt drei geht, sollte auch im Abschnitt zwei am Peterhof und in den Wiesen unterhalb des Peterhof und im Abschnitt eins bei Holzhausen möglich sein. So kamen nochmal die wesentlichen Kritikpunkte auf den Tisch, u. a. die Fahrbahnaufweitung am Peterhof, der größere Kurvenradius in die geschützten Wiesen hinein und die Einmündung mit Linksabbiegerspur am Waldheimweg.

Die Ministerialen versprachen unsere Anregungen „mitzunehmen“. Welche Vorgaben nun den Weg in das staatliche Straßenbauamt in Augsburg finden, werden wir schon bald bei der Vorstellung der Planungen in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 13. November erfahren.

Albert Eding
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