Die Bürger in Gablingen und Lützelburg zahlen nun die Zeche für die Banken-Umstrukturierung

  Zusagen müssen eingehalten werden!
FW-Vorsitzender Klaus Heidenreich fordert verlässliche Perspektiven für eine ortsgerechte Banken-Nahversorgung

Die aktuellen Planungen der Kreissparkasse Augsburg sowie der VR-Bank Handels- und Gewerbebank eG sehen offenbar vor, die Leistungsangebote bei Finanzgeschäften noch mehr einzuschränken als zuletzt angekündigt. Dies betrifft aktuell die Gemeinde Gablingen mit über 4.700 Einwohnern.
Dass die langjährigen Kundinnen und Kunden aus Gablingen und Lützelburg mit (wut)-bürgerlichem Unverständnis auf die jüngsten Vorstandsentscheidungen der Finanzdienstleister reagieren, darf nicht verwundern.
Denn ein Geldautomat innerhalb eines Supermarktes bedeutet begrenzte Nutzungszeiten, nämlich angepasst auf die Öffnungszeiten des Marktes. Das ist eine nicht hinnehmbare Einschränkung – ermöglicht sie nämlich weder Abhebungen am Feierabend noch an Sonntagen oder Feiertagen!
Dieser zusätzliche Bankautomat stellt einen Widerspruch in sich dar, nachdem Kunden sowieso schon über die Supermarktkasse Bargeld abheben können.
Auch die Aussage der stellvertretenden Bürgermeisterin, Karina Ruf: „Bei den Planungen des Ortszentrums unbedingt wieder Kontakt zu den Banken aufzunehmen“, ist und bleibt nach der Aufstellung des Geldautomaten im Supermarkt unter den jetzigen Gegebenheiten wohl eine Illusion.

In weiter Umgebung findet sich keine Gemeinde vergleichbarer Größenordnung, in welcher es weder eine Bankfiliale, noch einen Servicepoint (mit Kontoauszugsdrucker, Geldautomat und Möglichkeiten für die Abgabe von Überweisungen) gibt.

Klaus Heidenreich, Vorsitzender der FREIEN WÄHLER in Gablingen zu dieser Benachteiligung seiner Gemeinde:
„Die Bürger in Gablingen und Lützelburg zahlen nun die Zeche für die Banken-Umstrukturierung! Wann gehen endlich die Bankvorstände, der Gemeinderat sowie Bürgermeister Karl Hörmann und seine Stellvertreterin Karina Ruf auf die konstruktiven Vorschläge unseres Ortsverbands sowie von MdL Johann Häusler ein?“

Landtagsabgeordneter Johann Häusler (FW) hat nämlich im Mai ein zielführendes Gespräch mit den Vorstandsvorsitzenden Richard Fank (Kreissparkasse) und Georg Schneider (VR-Bank) geführt und es zeichnete sich ein vertretbarer Konsens ab. Nun aber, da die vorgenannten Finanzdienstleister selbst die verhandelten Kompromisse zurückfahren wollen (Servicepoint im Ortszentrum und eventuell ein zweiter Geldautomat), führt dies nachvollziehbar zu einer Welle der Empörung – insbesondere der FW-Ortsverband Gablingen zeigt absolutes Unverständnis für diese Entwicklung und fordert die Bankvorstände auf, Gablingen und Umgebung nicht von wesentlichen Bank-Infrastrukturen abzukoppeln!

Auf Nachfrage erläuterte MdL Johann Häusler:
„Eine weitere Verringerung des Bankenangebots würde nicht nur die Bürgerinnen und Bürger von Gablingen und Lützelburg gegenüber vergleichbaren Gemeinden unverhältnismäßig benachteiligen – zudem widerspräche dies dem Nahversorgungsauftrag der Finanzdienstleister! Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, erneut mit den Vorständen ins Gespräch zu kommen und alles im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür zu tun, die negative Entwicklung aufzuhalten.“

Ziel muss es sein, wie eigentlich schon vereinbart geglaubt, dass in Gablingen ein schneller Übergang von der Schließung der Geschäftsstelle bis zur Einrichtung eines Servicepoints (mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker) nach Möglichkeit im Bereich der neuen Ortsmitte erfolgt und darüber hinaus die Möglichkeit eines zweiten Geldautomaten in Lützelburg wohlwollend geprüft wird.

Wie ein solcher Servicepoint aussehen könnte, ist anhand der angehängten zwei Aufnahmen aus der Gemeinde Blindheim mit ihren 1.700 Einwohnern (Landkreis Dillingen) ersichtlich. Was in wesentlich kleineren Gemeinden möglich ist, sollte in Gablingen aufgrund der ohnehin geplanten Angebotsreduzierung die minimalste Voraussetzung sein. Die FREIEN WÄHLER Gablingen hoffen, dass die Bankvorstände sich doch noch an die früheren Zusagen halten, die sie gegenüber
Herrn Landtagsabgeordneten Häusler machten. Nachdem Gablingens Bürgermeister Karl Hörmann in dieser Angelegenheit nicht weitergekommen ist und seine bisherigen Intentionen ins Leere liefen, setzen die Bürgerinnen und Bürger Gablingens große Hoffnung auf den erneuten Vorstoß von MdL Häusler.

In gleicher Weise erwarten die FREIEN WÄHLER sowie die Bevölkerung Gablingens einen adäquaten Einsatz des Verwaltungsratsvorsitzenden der Kreissparkasse Augsburg, Herrn Landrat Martin Sailer, um dieses Strukturdefizit mindestens zu reduzieren – statt sich mit den unzumutbaren, geschaffenen Verhältnissen der Banken abzufinden und deren Bedingungen widerstandslos mitzutragen. Von Bürgermeister Karl Hörmann und seiner Stellvertreterin Karina Ruf erwarten wir, wenigstens ein kleines Grundstück verfügbar zu machen, um einen Servicepoint nach Beispiel der Abbildungen im Anhang zu ermöglichen.

Es ist bezeichnend, dass ein Augsburger Stadtrat und CSU-Kollege, Peter Schwab, sich einbringen und seinen Parteikollegen in Gablingen klarmachen musste, wie lächerlich die vorgebrachten Sicherheitsbedenken ausgerechnet für einen Ort wie Gablingen sind! Einen solchen Vorstoß zur Aufrechterhaltung von Bankgeschäften vor Ort hätte durchaus von der Gablinger CSU kommen können, sollen und müssen. Ein Armutszeichen für die aktuelle Politik der CSU in Gablingen!
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