Keine gute gemeindliche Nachbarschaft

Hinweis: In der Waldgaststätte Peterhof kann man sich weiterhin in die Listen für die Petition eintragen, diese kann man sich auch herunterladen unter https://augsburg.bund-naturschutz.de/
Zur Klarstellung: Die Planungen für den Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Holzhausen und Heretsried betreffen ausschließlich das Gebiet der Gemeinden Gersthofen und Gablingen. Beide Gemeinden wehren sich in ihren Stellungnahmen zum Planfeststellungsverfahren vom November letzten Jahres gegen den für 3300 Fahrzeuge am Tag (eher Kreisstraßenniveau) völlig überdimensionierten Ausbau; mit den absehbaren Belastungen für ihre Bürger in den Ortsteilen, gegen die massiven Eingriffe in die Waldgebiete und die Landschaft in ihren Gemarkungen.

Das betonen Albert Eding, Christoph Luderschmid und Josef Wetzstein, alle drei sind Gemeinderäte der Gemeinde Gablingen, in einer Pressemitteilung. Um diesem Wollen noch mehr Nachdruck zu verleihen haben politische Organe beider Gemeinden eine Petition an den bayerischen Landtag unterzeichnet.

Was wird in der Petition gefordert? Ganz klar die Ablehnung der vorliegenden Planung, gleichzeitig aber der Auftrag an das Straßenbauamt zur Planung eines nach Maßstäben des gesunden Menschenverstandes vernünftigen Ausbaues auf der bestehenden Trasse. Ließe sich damit nicht auch die „Verbesserung der infrastrukturellen Versorgung der Holzwinkel-Region“ (AZ vom 16.05.2018) auf diesen dreieinhalb Kilometern erreichen, ohne dass z. B. am Grünberg 100 000 cbm Erdreich weggebaggert werden müssen?

Wenn die Bürgermeister und die jeweils beteiligten politischen Gruppen der Holzwinkel-Region sich nun hinstellen und ohne Abstriche auf den Ausbauplänen bestehen, so die drei Gemeinderäte, müssen sie sich nach ihren Vorstellungen von interkommunaler Zusammenarbeit fragen lassen: Wie soll sich denn das Verhältnis insbesondere der Nachbargemeinde zu den Gemeinden Gablingen und Gersthofen entwickeln, die die ganze Last des Ausbaues tragen müssten?

Da hätten sich die Gemeinderäte schon etwas mehr Sensibilität und Respekt vor der gemeindlichen Souveränität und vor dem Votum der Bürger erwartet. Die Gemeinden sind ihren Bürgern verpflichtet und die haben für diese Petition gestimmt - in übergroßer Zahl. Da würden leicht auch noch 4000 oder 5000 Unterschriften für die Bürger-Petition zusammen kommen, auch aus den Holzwinkel-Gemeinden. Und diese Bürger hätten eine ganz andere Vorstellung von ländlicher Entwicklung und Lebensqualität und der Bewahrung von Heimat.
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