Die VR-Bank Handels- und Gewerbebank bleibt auf Erfolgskurs

Verabschiedung aus dem Aufsichtsrat (von links): Vorstandsvorsitzender Georg Schneider, stv. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Johann Popp, Aufsichtsratsvorsitzender Otto Völk, Aufsichtsrat Johann Hosemann, Aufsichtsrat Bernhard Berchtenbreiter und Vorstand Jürgen Reinthaler. (Foto: pm)
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Weiter unter den Besten in Bayern:

Vertreterversammlung zeigt sich mit der Geschäftsentwicklung 2018 zufrieden

Mit einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 hat sich die VR Bank Handels- und Gewerbebank eG mit Nachdruck in der Spitze der genossenschaftlichen Banken in Bayern etabliert. „Auch in diesem Jahr gehören wir wieder zu den besten bayerischen Genossenschaftsbanken“, berichtete Vorstandsvorsitzender Georg Schneider den 191 delegierten Teilnehmern an der Vertreterversammlung am 16. Mai in der Gersthofer Stadthalle. Mit einer Dividende von 5 Prozent gehört der Geschäftsanteil der VR-Bank H&G für ihre Anteilseigner auch zu den attraktiveren Geldanlagen in dieser Zeit.

Bilanzsumme weiter auf Erfolgskurs

Aus den Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres ragt eine heraus: „Die Bilanzsumme der VR-Bank Handels- und Gewerbebank eG ist um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 2,2 Mrd. Euro gestiegen“, berichtete Vorstandsmitglied Jürgen Reinthaler. „Damit gehören wir weiterhin zu den größten Genossenschaften in Bayern.“ Das gesamte Betriebsergebnis konnte entgegen dem Trend in absoluten Zahlen von 23,2 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro gesteigert werden und liegt damit, wie in den Jahren zuvor, über dem Schnitt der Genossenschaftsbanken im Freistaat. „Das gute Ergebnis ermöglicht eine angemessene Stärkung des Eigenkapitals,“ betont der Vorstand. „Eine gute Eigenkapitalausstattung ist die grundlegende Voraussetzung für ein gesundes, qualitatives Wachstum.“

Kräftiges Wachstum im Kreditgeschäft

Die Kundenkredite der Bank beliefen sich auf 1,276 Mrd. Euro, mit den vermittelten Krediten an Verbundpartner beträgt das gesamte betreute Kundenkreditvolumen 1,372 Mrd. Euro. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 4,2%, in denen sich die nach wie vor gute Konjunktur widerspiegele, so Reinthaler. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 340 Mio. Euro neue Kredite ausgereicht, 35 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor. „Der Zuwachs im Firmenkundengeschäft ist sowohl auf Investitionsfinanzierungen zurückzuführen, aber auch in dem Bereich der Immobilienfinanzierungen zu finden“, analysiert Reinthaler diese Zahlen.

„Die niedrigen Zinsen führen insbesondere zu einer hohen Nachfrage nach Krediten mit langer Festzinsbindung. Unsere Kunden möchten sich das niedrige Zinsniveau verständlicherweise zehn Jahre oder länger sichern.“ Schneider fügte an: „Diese Kredite dienten zum großen Teil Gewerbetreibenden, dem Mittelstand und zum Erwerb von Immobilien. Sie zeigen, dass wir zu den Kreditversorgern der Region gehören – nicht die Großbanken.“

Kunden auf der Suche nach Alternativen in der Geldanlage

Die Kundeneinlagen betragen knapp 1,6 Mrd. Euro und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % erhöht. Das gesamte betreute Kundenanlagevolumen beträgt 2,477 Mrd. Euro, was eine Steigerung von 4,2 % bedeutet. „Das niedrige Zinsniveau führt dazu, dass unsere Kunden fast ausschließlich kurzfristige, unverzinste Einlagen, wie Tagesgelder bevorzugen“, berichtete Reinthaler. Gleichzeitig suchen Kunden und Mitglieder verstärkt nach Alternativen in der Geldanlage – und finden diese zum Beispiel in Versicherungsprodukten. Der Provisionsüberschuss der Bank konnte daher „um erfreuliche 1,16 Mio. Euro oder 10,0 % auf rund 12,7 Mio. Euro gesteigert werden“. Als „sehr positiv“ bezeichnete der Vorstand die Entwicklung im Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft.

Hohe Produktivität als Schlüssel zum Erfolg

Wie schon in den Vorjahren betonten beide Vorstände, wie entscheidend die Produktivität ihrer Mitarbeiter für das gute Abschneiden der VR-Bank H&G ist. Damit sei es gelungen, die relativen Betriebskosten auf 1,30 % zu senken. Der Kostenvorteil der Bank gegenüber dem bayerischen Durchschnitt liegt demnach bei ca. 6 Mio. Euro. „Dies ist nur mit schlanken Strukturen, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, guten Prozessen und einer vertrauensvollen Unternehmenskultur möglich“, betonten Schneider und Reinthaler. „Auch für die kommenden Jahre wird es einer unserer Schwerpunkte sein, die Prozesse weiter zu verbessern und die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen.“

Digitalisierung bringt Veränderung mit sich

Die zunehmende Nutzung digitaler Technik, mit der Kunden Bankgeschäfte abwickeln und mit ihrem Institut kommunizieren, bringt Veränderungen in der Organisationsstruktur mit sich – aber auch beim Filialnetz. Dazu kommen andere Effekte, die den Personaleinsatz beeinflussen: „Jedes zweite Beratungsgespräch findet nicht mehr statt, weil es keine Zinsen gibt“, machte Schneider deutlich. Darüber hinaus sei es zum Verbraucherschutz zwingend vorgeschrieben, dass Beratungen nur noch nach intensiver Schulung geleistet werden dürfen. „Wir müssen uns auf wichtige Knotenpunkte des Geschäftsgebietes konzentrieren, um weiterhin für unsere Kunden flächendeckend auch persönlich erreichbar zu sein“, machte der Vorstandsvorsitzende die Folgen deutlich.

Augsburg gewinnt an Stellenwert

Vor diesem Hintergrund ist auch die Ankündigung der VR-Bank H&G zu verstehen, mit einer eigenen Filiale ins Herz der Augsburger Innenstadt zu ziehen. Gleichzeitig tragen die Filialen im Stadtgebiet zur Stärkung von Markenbild und Identität nunmehr auch wieder den Stadt-Namen im Schriftzug „VR-Bank Augsburg Handels- und Gewerbebank“. Wobei die neue Filiale, die zum Jahresende eröffnen soll, nicht nur alle Bankdienstleistungen anbietet – und das bei zusätzlicher Öffnung am Samstag – sondern auch zahlreiche Elemente enthalten wird, u.a. einen FCA-Fan-Shop, der sie zu einem „Treffpunkt“ in der Fußgängerzone Annastraße machen soll.

KundenDialogCenter wird zur Erfolgsstory

Die persönliche Kommunikation mit den Kunden gewinnt für die VR-Bank H&G gerade wegen der zunehmenden Digitalisierung an Bedeutung. Um die Wünsche und Aufträge der Kunden anzunehmen hat die Bank im Vorjahr ihr KundenDialogCenter eingerichtet und im Jahresverlauf deutlich ausgebaut. Acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier zwischen 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends durchgehend erreichbar. „Wir erhalten derzeit circa 3.000 Anrufe im Monat“, berichtete Reinthaler. „Davon können wir 80 Prozent fallabschließend bearbeiten – also sofort und unmittelbar.“ Die starke Akzeptanz sei beeindruckend und werde beim weiteren Ausbau dieser Dienstleistung berücksichtigt.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Wegen Erreichens der Altersgrenze sind Bernhard Berchtenbreiter und Johann Hosemann aus dem Aufsichtsrat der VR-Bank H&G ausgeschieden. In Anerkennung ihrer Verdienste im Ehrenamt wurden beide mit der Silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbands Bayern ausgezeichnet. Die Bank-Vorstände Schneider und Reinthaler überreichten zusätzlich ein Weinpräsent ihres Instituts.

In seinem Amt einstimmig durch die Vertreterversammlung bestätigt wurde Rudolf Peter. Ebenfalls einstimmig neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Klaus Emler, geschäftsführender Gesellschafter der Sortimo International GmbH in Zusmarshausen. „Wir freuen uns, eine Persönlichkeit mit so viel nachgewiesenem Sachverstand und Unternehmergeist in unserem Gremium zu begrüßen“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Otto Völk nach der Wahl. Gebürtig aus Neusäß hatte Emler zudem mit seiner Lehre bei einer Volksbank schon am Anfang seines Berufslebens genossenschaftlichen Geist geschnuppert. (Ulrich Pfaffenberger, vmm Wirtschaftsverlag)
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