Streit in Gersthofen eskaliert: 20-Jähriger verletzt 34-Jährigen mit Messerstichen schwer

Ein 34-Jähriger ist während eines Streits durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper verletzt worden. (Foto: Symbolbild/ stevanovicigor/ 123rf.com)

Zu einem folgenschweren Streit ist es am Samstag gegen 2.35 Uhr in der Millöckerstraße in Gersthofen gekommen. Das hat die Polizei nun mitgeteilt. Ein 34-Jähriger wurde dabei durch Messerstiche schwer verletzt. 

Im Hofraum eines Anwesens wollte ein 22-Jähriger in Begleitung seines 34-jährigen Nachbarn eine zuvor telefonisch mit dem 20-jährigen Beschuldigten geführte Auseinandersetzung klären. Die Ehefrau des Nachbarn, die unmittelbar vor dem Beschuldigten eingetroffen war, versuchte den Streit zu schlichten. Im Rahmen der sich dabei entwickelnden verbalen Auseinandersetzung soll der Beschuldigte auf die 32-jährige Frau losgegangen sein.

Als der Geschädigte dazwischen ging, kam es schließlich zu einem Gerangel zwischen den Männern, in dessen Verlauf der 20-jährige Gersthofer dem 34-jährigen Geschädigten mehrere Messerstiche in den Oberkörper versetzt haben soll, bevor er zu Fuß vom Tatort flüchtete. Ein Notarzt brachte den Geschädigten mit schweren Verletzungen in die Uniklinik Augsburg. Eine eingeleitete Großfahndung nach dem flüchtigen Täter verlief zunächst erfolglos. Der Beschuldigte stellte sich jedoch noch im Laufe der Nacht bei der Polizei Gersthofen und wurde dort vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizeiinspektion Augsburg hat noch in der Nacht die Ermittlungen vor Ort übernommen. Der genaue Tathergang sowie der Grund der Auseinandersetzung seien Gegenstand der weiteren Ermittlungen, heißt es im Bericht der Polizei. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Augsburg erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg am Sonntag Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung gegen den Beschuldigten und setzte diesen in Vollzug.

"Um die laufenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, können zum derzeitigen Ermittlungsstand keine weiteren Angaben zur geschilderten Tathandlung gemacht werden", schließt die Polizei ihren Bericht.
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