Appell zur Verbesserung des Kinderschutzes

Der örtliche Opferschutzverein Sicheres Leben hat das nächste Treffen der Bundesländer zum Anlass genommen, eine bundesweite Verbesserung des Kinderschutzes zu fordern. Er appellierte in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, dies mitzutragen und zu unterstützen.

Vorsitzende Gabriele Schmidthals-Pluta sprach in dem Schreiben Klartext: Es gelte, die Information zwischen Ärzten bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung zu verbessern und auf eine solide Rechtsbasis zu stellen. Dies solle bundesweit geregelt werden. Die Basis dafür resultiere aus den Empfehlungen aus einem entsprechenden Rechtsgutachten und die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen dazu beschlossene letzte Koalitionsvereinbarung.

Doctor-Hopping verhindern

Der Verein zitiert daraus: „Zur Verbesserung des Kinderschutzes werden wir den interkollegialen Ärzteaustausch zur Verhinderung von Doctor-Hopping und Gewalt gegen Kinder ermöglichen und den Ärzten Rechtssicherheit geben.“ Hier, meint Schmidthals-Pluta, könne der Freistaat Bayern einhaken und den Kinderschutz auf Bundesebene mit vorantreiben und unterstützen. Sein Anliegen teilte der Opferschutzverein auch anderen Bundesministerien mit, ebenso regionalen Politikern und Landtagsabgeordneten. Empfänger des Schreibens waren zudem die Stadträte in Gersthofen. Es sei wichtig, sich dieser Thematik auch in den örtlichen Fraktionen anzunehmen, betont die Vorsitzende. (pm)
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