Bei Apple gegen Gersthofer Glas gelaufen und verletzt

Die Konstruktion des Apple-Firmensitzes in Cupertino besteht vorwiegend aus Glas - und das kommt aus Gersthofen. (Foto: Uladzik Kryhin 123rf)


Glas ist hart, kann schön sein, weh tun und verletzen - das sollen Apple-Mitarbeiter im Firmensitz in Cupertino an Glasscheiben aus Gersthofen erfahren haben.

Die neue Apple-Firmenzentrale im us-amerikanischen Cupertino hat 4,1 Milliarden Euro gekostet. Sie ist größer als das Pentagon und besteht aus besonders viel Glas. Hersteller von mehr als 800 Glasscheiben am Apple-Firmensitz ist die Sedak (wir berichteten), Tochterfirma des Gersthofer Glasherstellers Seele. Das Glas sei so reflexionsarm, dass sich Mitarbeiter ständig die Köpfe stoßen. Amerikanische Medien berichten, Schnittwunden und Gehirnerschütterungen seien schon zu beklagen.

Anfang 2015 hatte Apple-Chef Tim Cook das Unternehmen in Deutschland besucht - und dessen Arbeit euphorisch gelobt. Die von Norman Foster entworfene, umgerechnet 4,1 Milliarden Euro teure Apple-Zentrale besteht vor allem aus Glas. Im April dieses Jahres soll es endgültig fertiggestellt werden.

Schon bei der Besichtigung Ende 2017 seien sieben Besucher gegen Glaswände gelaufen, berichtet t-online auf seinem Internetportal. Im Januar zogen die ersten von 12 000 Apple-Mitarbeitern ein und es ereigneten sich angeblich drei weitere Unfälle.

Über die Unfallschuld wird gemutmaßt: Einige der verunfallten Mitarbeiter sollen mehr auf ihr Smartphone geschaut haben, als auf ihren Weg. Die Internetgemeinde spottet nun über Apple: "Wer im Glashaus sitzt (...) soll nicht mit Köpfen werfen." (pm/leo)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.