Bürgermeister Wörle flüchtet sich erneut in Ausreden

CSU Fraktion widerspricht seinen Aussagen zum Thema Personalpolitik

Gersthofen; Im Nachgang an die jüngste Werkausschusssitzung lies Bürgermeister Wörle ein weiteres Mal über die Zeitung verbreiten, dass für die Verzögerungen bei der Bädersanierung wie allgemein bei allen anstehenden Bauprojekten ausschließlich die Fraktionen CSU und WIR verantwortlich seien. Als Grund werden immer wieder zwei neue Architektenstellen genannt, welche durch die beiden Mehrheitsfraktionen zunächst ausgesetzt wurden. Die Fakten hierzu schildert CSU Fraktionsvorsitzender Max Poppe wie folgt: „Wir haben im Bauamt seit Jahren vorrangig ein strukturelles und eben kein personelles Problem vorliegen, weshalb wir die Schaffung zusätzlicher Stellen an die Forderung geknüpft haben, dass vorher eine neue Organisations- und Führungsstruktur eingeführt wird“. Hier blieb der Bürgermeister laut Poppe aber selbst untätig, einzig die berufliche Umorientierung des ehemaligen Stadtbaumeisters Thomas Berger hat jüngst grundsätzliche Veränderungen ermöglicht. „Erst Herr Roland Schmidt als neuer Leiter des Bauamts geht die Schwächen nun strukturiert an, hiermit einhergehend sehen wir unsere Forderungen erfüllt und haben bereits weitere Stellen beschlossen“.

Bei der Bädersanierung kommt ein weiterer Umstand zum Tragen, den die CSU Fraktion ebenfalls seit Jahren moniert. „Wir haben vielfach darauf hingewiesen, dass Herr Schinzel als Geschäftsleiter der Stadtwerke aufgrund der vielfältigen Tätigkeitsfelder überlastet ist und wir die Kompetenzen für eine bauliche Sanierung des Hallen- und Freibades im Bauamt sehen“. Die von Bürgermeister Wörle erwähnte Stabstelle als Unterstützung für Herrn Schinzel hat die CSU Fraktion laut Aussage Poppes vom ersten Tag an ausdrücklich unterstützt. „Als aber in der Aprilsitzung nur ein erkennbar ungeeigneter Kandidat im Auswahlverfahren übrig blieb haben wir unsere Zustimmung verweigert. Das bedeutet, wir haben diesen Bewerber abgelehnt, aber ganz bestimmt nicht die Stelle“. Zwischenzeitlich wurde in der Julisitzung eine geeignete Person gefunden und beschlossen.

Verärgert zeigt sich Fraktionsvorsitzender Poppe über einen zusehends fragwürdigen Führungsstil im Gersthofer Rathaus. „Pauschale Schuldzuweisungen an die Politik und Zitate aus nichtöffentlichen Sitzungen bringen uns keinen Meter voran. Demotivation bei den Bediensteten und der Weggang vieler engagierter und verdienter Mitarbeiter sollte ein deutliches Alarmsignal sein, hierfür den Grund nur beim Stadtrat zu suchen ist zu kurz gesprungen. Auch sollte Bürgermeister Wörle endlich wieder Ältestenratssitzungen ermöglichen, um miteinander statt übereinander zu reden und vertrauliche Dinge voranzubringen“.
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