Keime in Gersthofer Trinkwasser: Ab Montag, 28. Oktober, soll nun gechlort werden

Keime im Trinkwasser: Das staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt ordnet nun eine Sicherheitschlorung für Gersthofen an (Symbolbild). (Foto: Pavel Rodimov/123rf.com)

Am 28. Oktober wird damit begonnen, das Trinkwasser in Gersthofen zu chloren. Seit Mitte August müssen die Gersthofer ihr Wasser abkochen. "Die intensive Suche nach der Ursache verlief bislang ohne Erfolg", erklärt das Landratsamt Augsburg am Freitag. Eine Keimbelastung des Trinkwassers ist nach wie vor gegeben.

Das staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt ordnet nun eine Sicherheitschlorung an. Wie die Behörde mitteilt, arbeite man gemeinsam mit der Stadt Gersthofen "mit Hochdruck daran, die technischen Voraussetzungen für eine Chlorung zu schaffen".

Ab Montag, 28. Oktober, soll mit der Chlorung begonnen werden. Wichtig: Erst, wenn im gesamten Versorgungsbereich der Stadt Gersthofen über mehrere Tage eine wirksame Chlorkonzentration vorhanden ist, kann die Abkochanordnung aufgehoben werden. Das Wasser muss also auch weiterhin – bis zur Aufhebung der Abkochanordnung durch das Gesundheitsamt – abgekocht werden.

Zur voraussichtlichen Dauer der Chlorung kann laut Gesundheitsamt derzeit noch keine verlässliche Angabe erfolgen. „Natürlich sind sowohl Stadt als auch wir als Gesundheitsamt sehr bemüht, die Dauer der Sicherheitschlorung so kurz wie möglich zu halten. Eine genaue Einschätzung über die Dauer der Chlorung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Sobald die notwendigen Sofortmaßnahmen abgeschlossen sind, kann die Chlorung beendet werden“, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts. Die Trinkwasserversorgung in Gersthofen sei sehr komplex, die Gemeinde habe aber bereits viele Schritte unternommen, um die Probleme zu lösen.

„Trotz intensivster Bemühungen konnte keine Ursache für die Keimbelastung gefunden werden. Wir haben umgehend nach Auswertung der theoretischen Risikofaktoren damit begonnen, diese abzuarbeiten. So wird aktuell zum Beispiel bereits der Rückbau von Totleitungen umgesetzt und die Überprüfung aller Hausanschlüsse vorbereitet. Aufträge an externe Fachfirmen wurden vergeben, um das Projekt mit zusätzlicher Manpower und Fachkompetenz auszustatten“, wird Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle zitiert (jaf)
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