Trinkwasser in Gersthofen wird nun gechlort

Das Abkochen des Wassers soll den Gersthofern nicht über einen noch längeren Zeitraum zugemutet werden. Deswegen wird künftig gechlort. (Foto: Jari Hindstrom/123rf.com)

Weil die Stadt Gersthofen die Ursache für die coliformen Keime im Trinkwasser nicht finden kann, setzt sie nun Chlor ein. 

Wie die Stadt Gersthofen mitteilt, arbeiten die Mitarbeiter des Wasserwerks und die beauftragten Fachingenieure "weiterhin intensiv an der Ursachenforschung". Dennoch könne bislang "keine eindeutige Quelle der Verkeimung festgestellt werden".

„Aus diesem Grund bereiten wir uns auf die Chlorung vor. Ein genauer Termin kann aber aktuell noch nicht mitgeteilt werden", wird Bürgermeister Michael Wörle in der Pressemitteilung der Stadt zitiert. Das Abkochen des Wassers solle den Bürgern nicht über einen noch längeren Zeitraum zugemutet werden. "Wir werden an verschiedenen Stellen mit der Chlorung beginnen, an diversen  Messstellen dreimal täglich den Chlorgehalt messen und die Dosierung  entsprechend anpassen." Wichtig: Bis die Chlorkonzentration im Versorgungsnetz den gesetzlichen Vorschriften entspricht, werde es einige Wochen dauern.

Erst dann könne das Wasser wieder bedenkenlos konsumiert werden, ohne es vorher abkochen zu müssen.

Die in Deutschland zugelassenen Chlorkonzentrationen seien gesundheitlich nicht bedenklich und in der Regel geruchsmäßig kaum wahrnehmbar, betont die Stadt.

Während der Chlorung könne durch Probenentnahme keine Ursachenforschung mehr betrieben werden. Der Fokus werde sich auf die Sanierungsmaßnahmen richten. (jaf)
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