Die GroKo - an der Basis sehr umstritten

Janine Hendriks (SPD-Ortsvereinsvorsitzende), Fabian Wamser (SPD-Unterbezirksvorsitzender Augsburg-Land), Daniel Barata Antunes, Peter Allenfort, Dennis Stolarski, Elfriede Hauber, Herbert Huber (Foto: Florian Bachmayr)
Gersthofen: Rathausplatz |

Wie vor einigen Tagen angekündigt, hatte die SPD Gersthofen letzten Samstag auf dem Rathausplatz Gersthofen die Mitbürgerinnen und Mitbürger nach ihrer Meinung zur Fortsetzung der großen Koalition, kurz GroKo genannt, befragt. Ziel war es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die Stimmung für oder gegen die Fortsetzung der großen Koalition direkt mitzubekommen.

„Natürlich hätten wir auch, wie von einigen gefordert, eine Onlinebefragung machen können“, meinte die Ortsvereinsvorsitzende Janine Hendriks, „aber das hätte für uns abschließend nicht das gleiche Stimmungsbild abgegeben“. Denn viele wollten ihre Meinung zu dieser direkt gestellten “Schwarz-Weiß-Frage“ nicht abgeben, da ihnen ein bloßes „Ja“ oder „Nein“ nicht ausreichte. Knapp 50 Personen beteiligten sich aktiv an der Befragung, davon waren 66% für eine Beendigung der GroKo. Mit weit mehr Stadtmarktbesuchern wurden sehr kritische und gute Gespräche geführt. Erstaunt hat allerdings, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger sehr unpolitisch sind und überhaupt keine Meinung zu dem Thema hatten. Durch die direkte Befragung konnten wichtige und weitreichende Erkenntnisse gesammelt werden: Viele empfinden die GroKo an sich nicht als schlecht aber den Umgang der Politiker und Parteien untereinander - der Zwiespalt und die Streitigkeiten werden als sehr kontraproduktiv und störend empfunden. Des Weiteren gaben viele Befragte an, dass die Gesetzesvorlagen und Themen der SPD gut seien, aber durch die Kompromisse mit der Union an Wirkungskraft für die Menschen verlieren. Einen Satz hörten die Genossen von sehr vielen: „Ein „weiter so“, darf es aber nicht mehr geben!“.

Die Ortsvereinsvorsitzende Janine Hendriks dokumentierte die ganzen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger und wird diese gesammelt an den Parteivorstand und die SPD-Bundestagsfraktion weiterleiten. Zusammen wollen die Gersthofer Sozialdemokraten ihre Erkenntnisse nun in ihre politische Arbeit mit einfließen lassen.
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