Diedorfer & Fischacher Geschichten: Das Jahr im Museum Oberschönenfeld

Volkskundemuseum Oberschönenfeld. Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.
 
Museum Oberschönenfeld. Foto: Andreas Brücklmair

Das alte Schwäbische Volkskundemuseum in Oberschönenfeld hat ausgedient. Unter dem neuen Namen „Museum Oberschönenfeld“ sind nun ein Besucherzentrum, das Volkskundemuseum und die Schwäbische Galerie zusammengefasst. Attraktive Ausstellungen wurden für 2019 zusammengestellt. Auch der Spielplatz bekommt ein neues Konzept.

PM / Monika Saller

Spannende Ausstellungen, unterhaltsame museumspädagogische Angebote für Kinder, Erwachsene und Senioren – ein breites Publikum soll in den Museumsräumen auf seine Kosten kommen. Wegen eines Umbaus des Aufzuges hat das Volkskundemuseum erst wieder am 4. März geöffnet.

Neue Dauerausstellung

Am Beispiel konkreter Biografien von Menschen, Unternehmen und Objekten zeigt die neue Dauerausstellung das vielfältige Leben in Schwaben. Interaktive Stationen und ein abwechslungsreicher Kinderrundgang runden den Museumsbesuch für die ganze Familie ab. Nach dem Umbau berücksichtigt das zeitgemäße Ausstellungskonzept Anforderungen an die Barrierefreiheit ebenso wie neue Sehgewohnheiten der Besucher.

Klosterwelt und Landleben zwischen Tradition und Umbruch

In Szene gesetzt wurden eine Stube, eine Küche, eine Kammer und ein Stall. Die Räume bieten Einblicke in Lebenswelten im ländlichen Schwaben ab 1900. Der rasante Wandel, den die Menschen ab den 1960er Jahren erlebten, wird für die Besucher sichtbar. In einem eigenen Bereich geht es um die 800-jährige Geschichte der Abtei Oberschönenfeld. Hier können Besucher bei einem Rundgang durch Kapitelsaal, Zelle, Schatzkammer und Arbeitsraum dem Alltag der Nonnen in Vergangenheit und Gegenwart nachspüren.

Geschichten aus Schwaben

Frühere Arbeitswelten und heutige Freizeitkultur, auch die schwierigen Kriegsjahre, die im Alltag in Schwaben viele Spuren hinterließen, sind Gegenstand dieses Bereiches der Dauerausstellung.

Sonderausstellung Best of – Museum Oberschönenfeld seit 1984
7. April bis 13. Oktober

Seit seiner Eröffnung 1984 blickt das Museum auf unzählige Präsentationen spannender Themen zurück. Der kurzweilige Rückblick bringt daraus ein breit gefächertes Kaleidoskop an Kunst und Kultur – Höhepunkte und Nostalgisches.

BIEN – Maximilian Prüfer
22. September bis 24. November

Maximilian Prüfer reiste mehrmals in die chinesische Provinz Sichuan, wo Bienen seit Jahrzehnten infolge menschlicher Eingriffe und politischer Fehlentscheidungen ausgestorben sind, und dokumentierte und fotografierte dort die Menschen, die die mühsame Bestäubung der Bäume übernehmen. Eine Auswahl der Fotografien wird zum ersten Mal in der Ausstellung „Bien“ – der Begriff für den Superorganismus des Bienenvolks – präsentiert.

Schwäbische Galerie

Second nature – Skulpturen von Keiyona C. Stumpf
Noch bis 10. März

Für ihre Keramiken und Raumobjekte erhielt die junge Künstlerin Keiyona C. Stumpf den Kunstpreis 2018 des Landkreises Augsburg. Zu sehen sind skulpturale Arbeiten aus Glas und Keramik sowie eine installative Raumarbeit. Ihre Werke erinnern an Formen der Gotik und des Barock.

Material, Struktur, Licht –Arbeiten von Udo Rutschmann
17. März bis 5. Mai

Die umfangreiche Einzelausstellung zeigt ungegenständliche, klar strukturierte Arbeiten von Udo Rutschmann. Materialien verschiedenster Art verwendet der Augsburger Künstler für seine Malereien, Grafiken, Skulpturen und Objekte. Oftmals erzielen die künstlerischen Techniken dabei eine Wechselwirkung: Manche seiner Arbeiten auf Papier erinnern an Reliefs, während seine Skulpturen aus linearen, grafischen Elementen aufgebaut sind, deren Beleuchtung ein weiteres Element ins Spiel bringt, das für Udo Rutschmann eine zentrale Rolle spielt: das Licht.

Barrierefreier Spielplatz

Auch vor den Museen wird es in diesem Jahr Neues geben. Der beliebte Spielplatz an der Schwarzach soll als Pilotprojekt für Schwaben barrierefrei und inklusiv allen Bevölkerungsgruppen Raum für Erholung und Erlebnis bieten. Verschiedene Bereiche werden betont oder neu gestaltet und vorhandene Ressourcen mit einbezogen. Die Spielplatzfläche wird barrierefrei ausgestattet, naturnahe Spielangebote wie zum Beispiel ein Wassererlebnisbereich, werden gestaltet.
Das barrierefreie „Zwei-Sinne“-Leitsystem, das Sehen und Hören, Tasten und Sehen oder Hören und Tasten bei der Gestaltung berücksichtigt, verbindet diese Bereiche. Auch die Ausstattungselemente werden auf dieses Prinzip abgestimmt. Dadurch werden die Fähigkeiten in den Bereichen Mobilität, Sehfähigkeit oder Hörfähigkeit gefördert und gefordert.
Über einen Steg wird auch das Staudenhaus an das Gesamtgelände angebunden. Gebaut wird im Sommer 2019, die Eröffnung ist für den Herbst 2019 geplant.
1
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.