Lösungen für den Kinderspielplatz in Untermeitingen

Dieses Schild klärt die Rechtslage auf dem Spielplatz in der Keltenstrasse in Untermeitingen eindeutig
 
Bürgermeister Simon Schropp nimmt für die Jugend einiges Geld von den Haushaltsmitteln in die Hand

So stand es zur Eröffnung des Kinderspielplatzes in der Keltenstraße in Untermeitingen an einem Zaun eines Anwohnerpärchens. „Auch Anwohner haben ein Recht auf Ruhezeiten“. Da hat der erste Bürgermeister von Untermeitingen, Simon Schropp, nicht schlecht gestaunt. „Ich war sehr überrascht über diese Reaktion! Dieses Problem haben wir erst durch die Zeitung erfahren“, so Schropp.

Ein neu zugezogenes Ehepaar hat am Keltenspielplatz bauen lassen. Zu einer Zeit, in der bereits Pläne für einen neuen Spielplatz bestanden. Es gab regelmäßigen Kontakt zwischen der Gemeinde und besagtem Ehepaar. Allerdings ging es da um ganz andere Dinge. So hat das Pärchen die Gemeinde um Änderung der Baugrenze gebeten, genauer um Unterschreitung der Baugrenze. Die Gemeinde hatte damals diesem Wunsch zugestimmt. Die Hecke, die das Grundstück umgab und unter anderem als Blickschutz diente, musste dafür entsorgt werden. Und das war nicht der einzige Austauschpunkt zwischen den beiden Parteien.

Die Planung des Kinderspielplatzes wurde schon recht früh in die Wege geleitet.

"Der Spielplatz besteht ja schon fast 50 Jahre. Die Geräte waren weit über 40 Jahre alt.
So war eine Sanierung dringend nötig", erklärt Schropp.
Es wurde ein Arbeitskreis gebildet mit einem Planungsbüro. Ideen wurden ausgetauscht. Auch ein sogenannter "runder Tisch“ für Gesprächsbedarf und Vorschläge wurden von der Gemeinde für die Bürger eingerichtet.
" Mehr können wir im Vorfeld doch nicht tun“, sagt Bürgermeister Schropp.

Vor 10 Jahren sah es hier ganz anders aus

„Wir sind über die Entwicklung des Spielplatzes so froh“, berichtet einer der Anwohner. „Vor ca. 10 Jahren sind hier regelmäßige Partys der Jugendlichen abgelaufen. Der Platz bot sich halt für Krawall an: alte marode Spielgeräte, wo sowieso nur wenige Kinder gespielt haben. Müll war ein Problem. Das war echt schlimm. Es wurden sogar Verweise ausgesprochen und ein Jugendlicher kam damals vor Gericht und wurde auch verurteilt. Das waren ganz andere Zeiten. Nein nein, wir sind sehr froh über diese positive Entwicklung hier. Und was gibt es Schöneres als Kinderlachen!"
Auch der Jugendplatz an der Mittelschule hat dazu beigetragen, dass die Jugendlichen endlich ihren Platz gefunden haben und es hier ruhiger geworden ist.
"Und die, die heute in der Pubertät stecken sind in ein paar Jahren auch wieder vernünftiger.“

70 bis 80.000 EUR waren veranschlagt worden. Nun sind es über 100.000 EUR geworden

Laut Rechtsaufsichtsbehörde ist die Umgestaltung des Spielplatzes im absoluten Rahmen. Der Spielplatz mit Rollsplit ist TÜV geprüft. Trotzdem hat der Bürgermeister für das Ehepaar Verständnis und nun zusätzlich einiges in die Wege geleitet. So wurde ein Schild am Spielplatzanfang aufgestellt, auf das man sich notfalls berufen kann. Auch polizeiliches Vorgehen wird somit erleichtert. Aber bis dahin möchte man es erst gar nicht kommen lassen.
"Seit einem bis anderthalb Jahren gab es hier keinen Polizeieinsatz und auch der Streetworker musste sich nicht mehr einschalten.Stoßzeiten sind ja eher am Wochenende, wo man von der Arbeitswoche entspannen möchte", erklärt Simon Schropp
 
Aber wie oft ist das Wetter so schön, dass die Jugendlichen diesen Platz benutzen? Das sind eher die Sommermonate.
"Die Gemeinde kann die Nutzungszeiten festlegen und das haben wir auch getan. Auch das Alter wurde festgesetzt“ , berichtet Schropp
Es ging also mehr um die Nutzung ab 20 Uhr. Jugendliche hatten den Platz für sich entdeckt und der Musikgeschmack und die Lautstärke war nicht immer der, des Anwohnerpärchens.
Nun wird der Spielplatz regelmäßig gepflegt und in Ordnung gehalten. So erhofft sich die Gemeinde, dass das Problem, was hier mal wirklich bestand, der Vergangenheit angehört. Zudem haben die Jugendlichen auf dem Jugendplatz kostenloses WLAN Netz, sowie eine Handyladestation bekommen.
Es wurde von Seiten der Gemeinde einiges getan, um diese Konflikte zu lösen und es ist wohl auch sehr gut gelungen. Das Ehepaar wollte zum aktuellen Stand jetzt keine Stellungnahme mehr abgeben. Abschließend versicherte Simon Schropp:“ der runde Tisch wurde angeboten und er ist immer da“.
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